10.September: Welt-Suizid-Präventionstag

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2003 erstmals den 10. September als Welt-Suizid-Präventionstag ausgerufen.

An diesem Datum finden Veranstaltungen von Organisationen aus dem Gesundheitsbereich bzw. der Suizidprävention statt.

Die WHO begründet die Ausrufung dieses Aktionstages damit, dass Suizid eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt darstelle.

Jährlich nehmen sich rund 1 Million Menschen das Leben. Das bedeutet, dass dabei jährlich mehr Menschen ums Leben kommen als durch alle Kriege der Welt zusammen.

Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind Suizide sogar die zweithäufigste Todesursache nach Unfällen. Auch ältere Menschen sind sehr stark suizidgefährdet.

So ist beispielsweise jeder zweite Suizid einer Frau in Deutschland der einer über 60-Jährigen.

Am Welttag der Suizidprävention soll auf diese Fakten hingewiesen werden und die Notwendigkeit einer aktiven Suizidprävention in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Die Fakten sollen ein differenziertes Bild der Suizidproblematik ermöglichen und helfen, vorherrschende Einstellungen zum Suizid zu beeinflussen. (www.welttag-suizidpraevention.de)

„Der Welttag der Suizidprävention soll ein Signal der Hoffnung geben“ sagte Georg Fiedler von Therapie-Zentrum für Suizidgefährdete am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der Tag soll aufzeigen, dass Suizidprävention und Hilfe in akuten Krisen möglich ist. Angehörige und Hinterbliebene müssen in die Präventionsbestrebungen mit aufgenommen werden.

Ein wichtiges Ziel des Deutschen Nationalen Suizidpräventionsprogramms ist es, dass jeder Mensch, der qualifizierte Hilfe sucht auch Angebote findet, die er in seiner psychischen Situation auch annehmen kann.

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