Depressionen bei Männern
Krankheiten wie Herzinfarkt und Krebs gelten weltweit als die Haupt-Todesursachen. Gegen diese Krankheiten werden Milliarden in Grundlagenforschungen investiert.
Doch was tun wir gegen Depressionen ?
Die Symptomatik einer Depression kann sich bei Frauen und Männern auf unterschiedliche Weise ausprägen. Bei den Kernsymptomen sind die Unterschiede gering. Während bei Frauen eher Phänomene wie Mutlosigkeit und Grübeln verstärkt zu beobachten sind, gibt es bei Männern jedoch deutliche Hinweise darauf, dass sich eine Depression auch in einer Tendenz zu aggressivem Verhalten niederschlagen kann.
In einer Untersuchung bei stationär behandelten Patienten fanden sich bei Männern neben einer vermehrten Klage über Schlaflosigkeit auch deutlich mehr Anzeichen von Reizbarkeit, Verstimmung, schnellem Aufbrausen, Wutanfällen, Unzufriedenheit mit sich und anderen, Neigung zu Vorwürfen und nachtragendem Verhalten, erhöhter Risikobereitschaft, exzessivem Sporttreiben, sozial unangepasstem Verhalten, ausgedehntem Alkohol- und Nikotinkonsum, sowie eines erhöhten Selbstmordrisikos.
Es gibt Anzeichen dass Depressionen zur Volkskrankheit werden. Sigmund Freud bezeichnete die Melancholie als psychosomatische Reaktion auf den Verlust eines geliebten Objekts. Im Unterschied zur Trauer wird dieser Verlust jedoch nicht überwunden.
Männer können sich offene Depressionen nicht leisten. Wer als Mann Erfolg haben will, muss ein harter Bursche sein und harte Kerle kriegen keine Depressionen. Männer, die an einer Männerdepression leiden, fühlen sich nicht krank. Nur hie und da nehmen die betroffenen Männer ein Gefühl von Erschöpfung oder Traurigkeit wahr.
Die betroffenen Männer sind oftmals sogar aggressiv, werden laut und sind ungerecht gegenüber ihren Familien. Das gehört zum Krankheitsbild. Männer wollen nicht depressiv sein, dies entspricht nicht ihrem Denken.
Bendenken Sie: eine Männerdepression ist nichts zum Wegstecken oder Übergehen, eine Männerdepression muss behandelt werden. Die typisch männlichen Verhaltensweisen sind oft Symptome einer nicht entdeckten Depression.
Ein kleiner Fragebogen: Bin ich depressiv ?
- Fühlen Sie sichgestresster als üblich ?
- Reagieren Sie aggressiver und können sich schlecht beherrschen ?
- Das Gefühl ausgebrannt und leer zu sein
- Sie fühlen sichdauernd und ohne erklärbare Ursache müde
- Meine Leistungsfähigkeit im Beruf sinkt.
- Sie fühlen sich ruhelos und frustriert.
- Schlafstörungen (zu viel oder zu wenig Schlaf, Einschlafenstörungen oder frühes aufwachen
- Morgens ist man erschöpft, ängstlich und unwohl.
- Gesteigerter Alkohol oder Medikamentenkonsum.
- Überaktivität in der Arbeit oder beim Sport
- Zuviel Essen oder zuwenig Essen.
- Niedergeschlagenheit
- Pessimismus
- In der Familie gibt es Depressionen, Suizide
Keines dieser Symptome allein ist der Beweis für das Vorliegen einer Depression. Sollten Sie jedoch einige dieser Aussagen in starkem Maße für sich bejahen, leiden Sie möglicherweise unter einer Depression. Diese Krankheit ist heute auf medikamentösem und psychotherapeutischem Wege sehr gut behandelbar.
Bitte suchen Sie in diesem Fall zu einer genauen Diagnosestellung und Therapie einen Arzt auf.
Quelle: Depression – Quickcheck für Männer
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