Nur Liebe reicht manchmal nicht
1. September 2010 – 07:14 | Kein Kommentar

Liebe allein macht noch keine gute Beziehung aus. Psychologen warnen sogar vor der rosaroten Brille des Verliebtseins, die blind machen kann für alles andere.
Das Gefühl des Verliebtseins kennt fast jeder. Schmetterlinge im Bauch und das …

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Mumps beim Mann

Eingetragen von Mensvita am 19. Januar 2010 Kein Kommentar|Share on Facebook

Doctor needle injectionMumps (Parotitis epidemica, Salivitis epidemica), umgangssprachlich Ziegenpeter genannt, ist eine ansteckende Virusinfektion, welche die Speicheldrüsen und andere Organe befällt.

Eigentlich ist Mumps eine klassische Kinderkrankheit, Erwachsene können sich aber auch infizieren. Die Erkrankung hinterlässt in der Regel eine lebenslange Immunität.

Bei einer Mumpserkrankung nach der Pubertät tritt bei etwa jedem vierten betroffenen Mann eine Hodenentzündung (Orchitis) auf, was eine spätere Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann. Diese beginnt am Ende der ersten Krankheitswoche mit erneutem Fieberanstieg, Schwellung und Schmerzhaftigkeit meist nur eines Hodens. Bei 13 % der Betroffenen kommt es zu einer Störung der Fruchtbarkeit. Selten kann Unfruchtbarkeit als Spätschaden erhalten bleiben.

Weitere Komplikationen: Jeder zehnte an Mumps Erkrankte macht eine Gehirnhautentzündung (Meningitis) durch, in seltenen Fällen unter lebensbedrohlicher Mitbeteiligung des Gehirns (Meningoenzephalitis). Auch der Hörnerv kann durch den Erreger geschädigt werden; vor Einführung der Impfung war Mumps deshalb eine der häufigsten Ursachen für Schwerhörigkeit oder Taubheit von Kindern.

Zur Vorbeugung gibt es einen Lebendimpfstoff aus abgeschwächten Mumpsviren. Die Mumpsimpfung gehört in Deutschland zu den von der STIKO allgemein empfohlenen Impfungen.

Übertragung: von Mensch zu Mensch, direkt durch Tröpfcheninfektion, selten indirekt über infizierte Gegenstände
Inkubation: schwankend; 12 bis 25 Tage, meist 16 bis 18 Tage

Krankheitsbild: Fieber, Schwellung der Speicheldrüsen; bei über zehn Prozent der Erkrankten tritt eine entzündliche Reizung der Hirnhäute und gelegentlich eine Entzündung des Gehirns auf; bleibende Schäden wie Schwerhörigkeit sind möglich.
Immunität: lebenslang

Gegenüberstellung der Komplikationen von Erkrankung mit Mumps und nach Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR). 
Symptom/Erkrankung Komplikationsrate
bei Mumps-Erkrankung
Komplikationsrate
nach MMR-Impfung
Entzündung der Speicheldrüse 98% 0,5%
Bauchspeicheldrüsenentzündung 2 bis 5% 0,5%
Hodenentzündung bei Jugendlichen
und erwachsenen Männern
20 bis 50% 1/1.000.000
Meningitis ~15% 1/1.000.000
Taubheit 1/20.000 0

Quellen: hdgk.de und Wikipedia.de

Bild: © Leah-Anne Thompson – iStockphoto.com

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