Mumps beim Mann
Mumps (Parotitis epidemica, Salivitis epidemica), umgangssprachlich Ziegenpeter genannt, ist eine ansteckende Virusinfektion, welche die Speicheldrüsen und andere Organe befällt.
Eigentlich ist Mumps eine klassische Kinderkrankheit, Erwachsene können sich aber auch infizieren. Die Erkrankung hinterlässt in der Regel eine lebenslange Immunität.
Bei einer Mumpserkrankung nach der Pubertät tritt bei etwa jedem vierten betroffenen Mann eine Hodenentzündung (Orchitis) auf, was eine spätere Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann. Diese beginnt am Ende der ersten Krankheitswoche mit erneutem Fieberanstieg, Schwellung und Schmerzhaftigkeit meist nur eines Hodens. Bei 13 % der Betroffenen kommt es zu einer Störung der Fruchtbarkeit. Selten kann Unfruchtbarkeit als Spätschaden erhalten bleiben.
Weitere Komplikationen: Jeder zehnte an Mumps Erkrankte macht eine Gehirnhautentzündung (Meningitis) durch, in seltenen Fällen unter lebensbedrohlicher Mitbeteiligung des Gehirns (Meningoenzephalitis). Auch der Hörnerv kann durch den Erreger geschädigt werden; vor Einführung der Impfung war Mumps deshalb eine der häufigsten Ursachen für Schwerhörigkeit oder Taubheit von Kindern.
Zur Vorbeugung gibt es einen Lebendimpfstoff aus abgeschwächten Mumpsviren. Die Mumpsimpfung gehört in Deutschland zu den von der STIKO allgemein empfohlenen Impfungen.
Übertragung: von Mensch zu Mensch, direkt durch Tröpfcheninfektion, selten indirekt über infizierte Gegenstände
Inkubation: schwankend; 12 bis 25 Tage, meist 16 bis 18 Tage
Immunität: lebenslang
| Symptom/Erkrankung | Komplikationsrate bei Mumps-Erkrankung |
Komplikationsrate nach MMR-Impfung |
|---|---|---|
| Entzündung der Speicheldrüse | 98% | 0,5% |
| Bauchspeicheldrüsenentzündung | 2 bis 5% | 0,5% |
| Hodenentzündung bei Jugendlichen und erwachsenen Männern |
20 bis 50% | 1/1.000.000 |
| Meningitis | ~15% | 1/1.000.000 |
| Taubheit | 1/20.000 | 0 |
Quellen: hdgk.de und Wikipedia.de
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