Achtung Pilzvergiftung

Dies Jahr gibt es besonders viele Pilzvergiftungen. In Wäldern wachsen wegen des feucht-warmen Wetters so viele Pilze wie lange nicht.

Eine Pilzvergiftung tritt durch den Verzehr von Pilzen ein, die Pilzgifte enthalten. Je nach Menge und Art der verzehrten Pilze kann eine Pilzvergiftung bis zum Tod führen. Bei stark giftigen Pilzen sind dafür kleinste Mengen ausreichend.

Nicht alles, was Pilzvergiftung genannt wird ist auch eine. So gibt es auch nach Pilzmahlzeiten ganz normale Lebensmittelvergiftungen. Diese treten z.B. auf, wenn die Pilze zu lange oder nicht sachgemäß gelagert wurden. Diese tritt in der Regel nach dem Verzehr ein, nach ca. 2-6 Stunden.

Treten die Symptome erst später ein (6-8 Stunden oder sogar einen Tag später) haben die Gifte ihren Wirkungsort in der Leber bereits erreicht, im schlimmsten Fall zersetzen die Gifte die Leber. Hier hilft nur das entsprechende Gegenmittel, im schlimmsten Fall nur eine Lebertransplantation.

Schon beim Sammeln der Pilze sollten einige Regeln beachtet werden:

  • Nur bekannte Pilze mitnehmen. Bei geringsten Unsicherheiten über die Bestimmung der Pilzart sollte man die Pilze besser stehen lassen.
  • Falls doch für eine spätere Bestimmung unbekannte Arten gepflückt werden, dürfen diese nicht mit den zum Verzehr bestimmten in den gleichen Behälter.
  • Gesunde Exemplare sammeln. Matschige, zerfressene oder gar schimmelige Pilze niemals mitnehmen.
  • Der Transport sollte in luftigen Körben oder ähnlich atmungsaktiven Behältern erfolgen. Plastiktüten, in denen sich Pilze schnell zersetzen können, sind zu meiden.
  • Zu Hause sind die Pilze möglichst noch am selben Tag zuzubereiten.
Erste Hilfe:
Im Falle von Beschwerden, die den Verdacht einer Pilzvergiftung nahelegen, ist sofortige ärztliche Hilfe durch einen Notarzt oder den Rettungsdienst erforderlich. Unterstützend sind die Giftnotrufzentralen eingerichtet worden, welche gegebenenfalls auch Anleitungen zu angemessenen Erste-Hilfe-Maßnahmen erteilen.
Notruf / Vergiftungszentralen:
Bei nur einem Verdacht einer Vergiftung sollte schnellstmöglich der Notruf erfolgen. Dabei sind neben den normalen Angaben auch folgende Angaben wichtig:

– Angaben zu den aufgenommenen Giften (Art, Konzentration)
– Angaben zum Zeitpunkt und der Dauer der Giftaufnahme
– Angaben zu Symptomen und ergriffenen Maßnahmen

Für Vergiftungsfälle gibt es in vielen Regionen einen spezialisierten Notruf, die so genannten Vergiftungszentrale:

Deutschland:

Berlin: 030/19 240
Bonn: 0228/19 240
Erfurt: 0361/730 730
Freiburg: 0761/19 240
Göttingen: 0551/19 240
Homburg: 06841/19 240
Mainz: 06131/19 240
München: 089/19 240

Österreich: 01/406 43 43

Schweiz: 145 (Aus dem Ausland: +41 1 251 51 51)

Weblinks:
  • Liste der Giftpilze
  • Pilzvergiftungen bei www.gifte.de
  • Pilz-Informationsdienst der Toxikologischen Abteilung des Klinikums Rechts der Isar in München

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