Anti Aging mit Hubert Hammerl

Anti Aging mit Hubert Hammerl

hammerlWas sind „ideale“ Sportarten?

Hier und in den nächsten Folgen gehe ich auf die diversen Vor- und Nachteile einzelner Sportarten genauer ein. Grundsätzlich gilt: Bei regelmäßiger Sportausübung überwiegt auf jeden Fall der gesundheitliche Nutzen, bei Beachtung gewisser Grundregeln.

Grundsätzlich sind alle Sportarten, in denen wir unser Herz-Kreislaufsystem in einem moderaten Pulsbereich trainieren und den Stützapparat nicht zu sehr belasten, bestens geeignet.

Die vielen Vorteile, des Sports und der Anti-Aging Effekt sind unbestritten. Aber was ist nun die ultimative Sportart? Gibt es die überhaupt?

Die ultimative und einzig wahre Sportart einen sanierungsbedürftigen Körper optimal zu trainieren, gibt es nicht. Schon aufgrund der Tatsache, dass nicht alle die gleichen körperlichen, zeitlichen und lokalen Voraussetzungen haben. Aber es gibt eine, die zumindest in die Nähe kommt – nämlich das Laufen!

Für den Laufsport benötigt man keine Clubkarte, keine teuren Sportgeräte und keinen Trainingspartner (im Gegensatz zu manch anderen Sportarten wie Tennis oder Fußball). Laufen kann man nahezu an jedem Ort, zu jeder Zeit und bei jedem Wetter.

Es ist das ganze Jahr mit relativ wenig Aufwand möglich und es lässt sich gut in den Alltag integrieren. Zudem benötigt das Laufen keine besonderen koordinativen Voraussetzungen und kein spezielles Techniktraining – außer man muss damit sein Geld verdienen…

Das Tempo und die Belastung können immer selbst bestimmt werden. Laufen kann man in jedem Alter und man ist nie zu alt, um mit dem Laufen überhaupt zu beginnen.

Die Ausrüstung sollte unbedingt im Sportfachhandel besorgt werden, nicht der Mode, sondern der Gesundheit wegen. Hier ist ein Beratungsgespräch mit einer Fußstellungs- gegebenenfalls Videoanalyse Standard. Ein Fachgeschäft bietet diesen Service kostenlos an. Die Laufschuhe sollten nach ungefähr 1.000 km ausgetauscht werden, weil die Dämpfungseigenschaften mit der Zeit nachlassen. Für schwere Läufer gilt selbiges entsprechend früher – ebenso für ungebrauchte Laufschuhe, die man seit Jahren im Schrank stehen hat, da die Kunststoffsohle aushärtet. Tennisschuhe oder ähnliche zweckentfremdete Sportgeräte sind gänzlich ungeeignet für das Laufen!

Funktionswäsche, die den Schweiß von der Haut nach außen transportiert, atmungsaktiv ist und noch die ein oder andere praktische Funktion besitzt (Kompression), gehört ebenfalls zur Grundausrüstung. Eine Pulsuhr (Herzfrequenzmessgerät) ist kein Luxus, sondern ein sinnvoller „Trainingspartner“ – speziell für den Einsteiger.

Und nun zum kleinen Nachteil des Laufens: Bei Übergewicht ist Vorsicht geboten. Durch die Druck-Stoß-Bewegung beim Laufen entstehen hohe Belastungen für Bandscheiben, Hüft- und Kniegelenke. In diesem Fall sind Sportarten wie Nordic Walking, Wandern (Stöcke verwenden) und schnelleres Spazierengehen natürlich besser. Langlaufen, Radfahren, Schwimmen (ideal, da das Wasser das Körpergewicht trägt und so die Wirbelsäule bzw. den gesamten Stützapparat entlastet) sind Alternativen zu dieser aus meiner Sicht nahezu perfekten Sportart.

Vorteile des Laufens:

• Billig

• Leicht zu erlernen bzw. können wir seit unserem ersten Lebensjahr

• Jederzeit möglich: vor der Arbeit, in der Mittagspause, am Abend

• Wetterunabhängig

• Allein oder in der Gruppe

• Von der Haustür weg oder im Urlaub

• Altersunabhängig

• Aber Achtung bei Übergewicht!!

Und nicht den Spaß beim Sport vergessen 😉

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Hubert Hammerl findet neben der Herausforderung Ironman die Zeit, sein über viele Jahre erworbenes und gelebtes Wissen in seinen Vorträgen, Seminaren und Publikationen weiterzugeben.

Schreiben Sie dem Profi Hubert Hammerl an info@huberthammerl.com und besuchen Sie seine Seite auf www.huberthammerl.com

Zum Autor:

Hubert Hammerl wurde in Graz (Österreich) geboren. Der Spezialist für Triathlon in der Ironman-Distanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen) ist seit dem Jahr 2000 Profi.

Seine sportliche Karriere begann er als Schwimmer in Graz. Von 1987 bis 1997 spielte er Wasserball und wurde mit dem WBC-Tirol auch Österreichischer Staatsmeister.

Seinen ersten Triathlon absolvierte er 1995.

2004 nahm Hammerl an der Österreich-Radrundfahrt teil und beendete sie als erster Triathlet. Im Jahr 2005 erreichte er beim Ironman Korea den 2. Rang.

1999, 2000, 2005, 2006 und 2007 startete er beim Ironman Hawaii.

Hubert Hammerl lebt und trainiert in Jena, 2006 wurde er dort zum Sportler des Jahres gewählt.

Bis Ende 2009 konnte Hubert Hammerl 35 Langdistanz-Wettkämpfe erfolgreich beenden und war neun Mal in den Top-10.

Als Profisportler ist er auch Vorbild für die Jugend und hat mit seiner Initiative und dem Verein „Kinder fitter machen“ – jenAKTIV® e.V. gesellschaftspolitische Verantwortung übernommen.

Mehr auf www.huberthammerl.com

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