Anziehende Anzüge: Seien Sie vorzeigbar

Mit flinken Fingern, geschickten Kreidestrichen auf Schneiderpapier und wenigen Handgriffen ist im Film Der Schneider von Panama Pierce Brosnans Anzug fertig. Natürlich wirkt er umwerfend darin und jede Naht sitzt exakt an der richtigen Stelle. Im echten Leben ist der Anzugkauf leider nicht so einfach: direkt von der Stange sitzt kaum ein Anzug. Erst recht nicht, wenn Arme, Beine oder Rumpf anders gewachsen sind als beim 0815-Mann. Trotzdem: Anzüge sind kleidsam, sobald sie richtig sitzen. Und damit Sie mit dem passenden Anzug auftreten, sagen wir Ihnen, worauf es ankommt!



Keine voreiligen Kaufentscheidungen treffen.

Keine voreiligen Kaufentscheidungen treffen.

Den Fachmann zu Rat bitten

Gute Anzüge werden nicht beim schwedischen Konzern oder im Discounter gekauft. Denn jeder Anzug von der Stange muss an Sie angepasst werden. Gehen Sie deshalb am besten zu einem Herrenausstatter, der Sie nicht nur berät sondern auch den Schneider-Service mit anbietet. Besonders verwirrend kann es auch werden, wenn Hersteller mit unterschiedlichen Größen-Angaben arbeiten: von 44 über 3XL bis runter zur 23. Der Fachverkäufer sollte Sie hier entsprechend beraten können und je nach Statur auch unterschiedliche Marken anbieten. Denn der eine braucht mehr Taille, der nächste längere Ärmel.

Darauf sollten kleine Männer achten

Kleine Männer müssen nicht automatisch verloren im Anzug wirken. Wichtig ist, dass die Längen stimmen – insbesondere die vom Sakko! Die Hosenbeine sollten gerade geschnitten und mit Bügelfalte versehen sein: das streckt optisch das Bein. Achten Sie darauf, dass die Schulter-Naht perfekt sitzt, sonst wirkt auch das verloren.

Darauf sollten große Männer achten

Achten Sie dennoch auf eine schlanke Linie: Sakko und Hose sollten nahe an der Figur liegen. Auch die Krawatte darf ruhig breiter sein, damit Sie optisch nicht gestreckt werden. Falls Sie aufgrund Ihrer Größe eine Übergröße benötigen, dann achten Sie auch hier auf schmale Passform. Ein deutlicher Gürtel führt optisch zu einem leichten Stauchungseffekt – für große Männer ideal.



Das generell gilt:

  • Anzug immer passend tragen: Nähte müssen sitzen, Ärmel und Beine müssen an Körpergröße angepasst werden und das mittels professioneller Schneiderin!
  • Das Jackett muss geschlossen werden können und über dem Bauch nicht spannen.
  • Breite Anzüge stehen keinem! Selbst den stämmigen Mann lassen sie dicker wirken.
  • Absolute Sünde: zu lange Jacketts, die wirken, als seien sie vom Großvater.
  • Niemals unterschiedliche Farbtöne derselben Farbe tragen.

Was es im Büro zu beachten gilt

Außerdem muss der Anzug nicht nur perfekt sitzen, sondern auch auf Details kommt es an. Tragen Sie unter dem Anzug am besten ein unsichtbares Business-Unterhemd (gefunden bei Albert Kreuz): das scheint weder unschön durch noch können so Bauchhaare im Sitzen aus dem Hemd luhren. Auch die Socken blitzen dann und wann hervor: keine Löcher oder peinliche Aufdrucke präsentieren. Rote Socken sind dagegen derzeit hoch modern und beweisen Stilsicherheit.

passenden Anzug finden

Zwar ist der Anzug vom Schneider teurer, dafür sitzt er Jahrelang gut!

Wenn gar nichts passt…

Anzüge bei einem Schneidern fertigen zu lassen, kann freilich sehr teuer sein. Allerdings gibt es auch Herrenausstatter, die sich auf Maßkonfektionen spezialisiert haben – etwa Dolzer oder Kuhn – und damit günstigere Preise anbieten können. Je nach Stoff und Anspruch sind Sie hier schon ab etwa 600 Euro dabei.

Mehr Anzug-Tipps und Fauxpas finden Sie hier zum nachlesen.

Bilder: Everett Collection, shutterstock.com / RTimages, shutterstock.com



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