Arzneimittel-Nebenwirkungen

„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ D

iesen Satz aus der Arzneimittelwerbung kann hierzulande inzwischen fast jeder auswendig mitsprechen. Doch inwieweit informieren die Ärzte von sich aus ihre Patienten über Medikamente, die sie verordnen?

Das „Wissenschaftliche Institut der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen“ (WINEG) hat in einer Studie zum Arzt-Patienten-Verhältnis herausgefunden, dass jeder zehnte gesetzlich Versicherte unzufrieden ist mit der Art und Weise, wie sein Arzt ihn über die Wirkung der verschriebenen Medikamente informiert.

Sogar jeder Fünfte war unzufrieden damit, wenn es um die Beachtung von Nebenwirkungen bei der Verordnung von Arzneimitteln geht. Hinzu kommt, dass jeder Zehnte überhaupt keine Angaben machen konnte, wie ihn sein Arzt über Wirkung beziehungsweise Nebenwirkungen von Medikamenten informiert.

„In kaum einem medizinischen Bereich hängt der Erfolg der Therapie so sehr vom Mitwirken der Patienten ab wie bei den Arzneimitteln“, sagt Tim Steimle, Apotheker bei der TK. „Deshalb ist es wichtig, dass die Menschen wissen, wieso sie das Medikament einnehmen müssen, welche Wirkung es hat und welche Nebenwirkungen eventuell auftreten können.“

Um den Ärzten und Apothekern die Beratung zu erleichtern, bietet die TK ihren Versicherten mit TK-ViA (Versicherteninformation Arzneimittel) einen persönlichen Auszug an, der eine Übersicht der verordneten Medikamente enthält. „Insbesondere Patienten, die mehrere Arzneimittel parallel einnehmen, müssen darauf achten, dass sich die verschiedenen Präparate miteinander vertragen“, sagt der Arzneimittelexperte.

Ähnlich einem Bankkontoauszug enthält die Arzneimittelinformation eine Übersicht über die Kosten und Zuzahlungen der Medikamente, die in den vergangenen 24 Monaten verschrieben wurden. Gibt es für ein verordnetes Medikament eine kostengünstigere Alternative, wird dies auf dem Arzneimittelauszug kenntlich gemacht. Denn für viele preiswerte Medikamente müssen keine Zuzahlungen oder Mehrkosten gezahlt werden.

Steimle weiter: „Mit Angeboten wie diesen möchten wir die Souveränität der Patienten fördern. Wir wollen sie motivieren, sich zu Experten ihrer eigenen Gesundheit zu qualifizieren und sich als Partner des Arztes oder des Apothekers zu verstehen.“

Weitere Informationen zum Arzneimittelauszug „www.tk-online.de im Internet zu finden.

2 comments on «Arzneimittel-Nebenwirkungen»

  1. Rasierer sagt:

    wieso sollte der patient diese aufgaben übernehmen? die machen es sich alle so einfach, mal wieder zu lasten der bürger..

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