Atomunfall Japan: keine Jodtabletten nehmen !

Die Welt ist schockiert und hat Angst. Viele denken nun darüber nach Jodtabletten einzunehmen als Schutz gegen einen mögliche Strahlung.



Nach dem Atomunfall in Japan sollten deutsche Bundesbürger Jodtabletten nur nach ausdrücklicher behördlicher Aufforderung einnehmen.

„Apotheker raten von der Einnahme von Jodtabletten auf eigene Faust ausdrücklich ab“, sagt Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer.

Für die Blockade der Aufnahme radioaktiven Jods reicht im Regelfall eine einmalige Einnahme von Kaliumiodid als Notfallmedikament („Jodblockade“).



Erwachsene über 45 Jahren sollten grundsätzlich keine hochdosierten Jodtabletten einnehmen, da diese das Risiko für schwerwiegende Schilddrüsenerkrankungen erhöhen. Auch wer zum Beispiel auf Jod überempfindlich reagiert (Jodallergie) oder eine Schilddrüsenüberfunktion hat, sollte auf die prophylaktische Jodeinnahme verzichten.

Der Katastrophenschutz ist Aufgabe der Bundesländer. Auch die Bevorratung mit Kaliumiodid und seine Ausgabe an die Bevölkerung werden von den Bundesländern geregelt. Als Vorsorgemaßnahme kann es nach einem Atomunfall an die Bevölkerung ausgegeben werden.

Eingenommen werden sollten die Tabletten nur nach ausdrücklicher Aufforderung durch die Behörden. Die Dosierung richtet sich nach dem Alter.

Bei einem atomaren Unfall wird radioaktives Jod freigesetzt. Dieses wird vom Körper über die Luft, über Nahrung und Getränke oder über die Haut aufgenommen. Es reichert sich in der Schilddrüse an und kann dort zu Organschäden führen. Die Schilddrüse regelt selbst, wie viel Jod sie aufnimmt. Dabei wird nicht unterschieden zwischen radioaktiven oder stabilem, nicht-radioaktiven Jod.

Eine mit Jod gesättigte Schilddrüse wird weniger oder kein radioaktives Jod aufnehmen. Deshalb kann durch die Einnahme von Jodtabletten die Speicherung von radioaktivem Jod verhindert werden. Der Schutz ist am wirksamsten, wenn die Jodtabletten praktisch gleichzeitig mit dem Einatmen des radioaktiven Jods eingenommen werden. Jodtabletten schützen aber nicht vor anderen radioaktiven Stoffen.

Quelle Text: www.abda.de.



Bildquelle: aboutpixel.de / atomkraftwerk10 © Sven Brentrup

 

3 comments on «Atomunfall Japan: keine Jodtabletten nehmen !»

  1. Judit sagt:

    „Erwachsene über 45 Jahren sollten grundsätzlich keine hochdosierten Jodtabletten einnehmen, da diese das Risiko für schwerwiegende Schilddrüsenerkrankungen erhöhen.“

    Komisch… sollen gleich die Alten bei der Gelegenheit aussortiert werden?? Was ist denn mit den über 45 Jährigen, die eine Schilddrüsenunterfunktion haben??

  2. Mensvita sagt:

    Es geht nicht um die Behandlung einer Schilddrüsenkrankheit, sondern um Jodtabletten für die Jodblockade bei einer Verstrahlung.

    Laut Bundesamt für Strahlenschutz gibt es keinen Grund für die Menschen in Deutschland, Jodtabletten zu sich zu nehmen. Die Einnahme von Jodtabletten kommt nur als Notfallmaßnahme für Menschen in direkter Umgebung eines akut bedrohten Kernkraftwerks in Frage.

  3. Peter Panik sagt:

    Ich kaufe Anti-Atom-Tabletten
    http://bit.ly/ePb3Rw

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