Auch andere Menschen sind unglücklich

Viele Menschen vertreten die – falsche – Meinung, dass es anderen Personen viel besser geht als ihnen selbst.

Oft entsteht bei ihnen der Eindruck, dass viele Mitbürger mit weniger Sorgen konfrontiert sind und deshalb glücklicher sind.

Das ist allerdings, wie Experten herausgefunden haben, nur eine subjektive Wahrnehmung. Eine Studie an der Stanford Universität im US-Bundesstaat Kalifornien hat dies herausgefunden.

Viele Menschen sind demnach viel zu oft egoistisch und sehen nur ihre eigene Situation. Dabei unterschätzen sie, dass andere Menschen sehr oft mit zum Teil erheblicheren Problemen konfrontiert sind. Die Wissenschaftler verwenden in diesem Zusammenhang den Begriff der emotionalen Ignoranz.

Andere Menschen sieht man nur in Gesellschaft und nicht in ihren eigenen vier Wänden und wenn sie alleine sind. In Gesellschaft neigen die Menschen eher dazu, ihre Sorgen zu ignorieren oder herunterzuspielen.

Dadurch wird der Eindruck erweckt, ihnen würde es gut gehen und sie würden nie von Sorgen geplagt werden. Im Rahmen der Studie der Stanford Universität wurden 350 Studenten ersucht, sie selbst einzuschätzen.

Sie sollten angeben, welche von den vier negativen Emotionen (Depression, Traurigkeit, Einsamkeit, Überforderung) in welchem Ausmaß auf sie zutreffen würden und wie sie andere Probanden in diesem Zusammenhang einschätzen würden.

Das verblüffende Ergebnis: 78 Prozent gaben an, dass sie selbst depressiv wären, andere wurden nur zu 52 Prozent als depressiv eingeschätzt.

Viele Menschen gehen demnach aus, dass es andere im Leben besser und leichter hätten. Was allerdings objektiv nicht bewiesen werden kann.

Bildquelle: aboutpixel.de / Das Unglück lauert im Keller © Nicole de Nagnag

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