Auch Männer kommen in die Wechseljahre

Männer in den besten Jahren werden oft belächelt, wenn sie die ersten Anzeichen der so genannten „Midlife Crisis“ zeigen.

Das Leben unterliegt plötzlich einer scheinbar dramatischen Veränderung, so werden, zumindest, wenn man den Klischees glauben schenken mag, die alten Familienwagen gegen schicke männlich sportive Modelle ausgetauscht, nicht selten die „alte“ Frau auch gleich bei dieser Gelegenheit ebenfalls.

Aktuelle Studien allerdings zeigen, dass die „Midlife Crisis“ keinesfalls eine rein psychologisch bedingte Veränderung darstellt.

Sie ist vielmehr ein Zeichen, dass sich Männer in den Wechseljahren befinden.

Männer können zwar bis in das hohe Alter zeugungsfähig sein, Beispiele von reifen Vätern mit Neugeborenen gibt es immer mehr, doch auch Männer unterliegen, ebenso wie Frauen, ab etwa dem 40. Lebensjahr einer hormonellen Veränderung. Sie kommen in die Wechseljahre.

Ab etwa 40 Jahren beginnt bei Männern der Testosteronspiegel zu sinken. Ein deutliches Zeichen hierfür ist das Ausbleiben der morgendlichen Erektion. Auch lassen ab etwa diesem Alter die körperliche Stärke und die allgemeine Leistungsfähigkeit nach.

Unter anderem dadurch kann es leicht bei dem männlichen Geschlecht zu psychologischen Problemen kommen, das Gefühl, sich wieder beweisen zu müssen, noch nicht zum „alten Eisen“ zu gehören stellt sich ebenso ein, wie Selbstzweifel. Letztere können sich im schlimmsten Falle sogar in körperlichen Beschwerden niederschlagen.

Ob Beschwerden, unter denen ein Mann ab etwa 40 Jahren leiden kann, auf die Verringerung des Testosteronspiegels zurück zu führen sind, kann nur ein Hormontest sicher klären. Unter Umständen kann der Arzt, sollte dies der Fall sein, eine Hormontherapie verschreiben. Diese allerdings ist bei einem erhöhten Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, nicht möglich sein.

2 comments on «Auch Männer kommen in die Wechseljahre»

  1. Simon Harlendorf sagt:

    Einleitend erstmal: Ich finde das Leben als solches unheimlich schön und erhaltenswert. Ich möchte solange wie möglich gesund bleiben. Wenn das möglich ist, nicht nur 100 Jahre, sondern tausend. Solange, wie mir das Leben Spaß macht.

    Ich frage mich, wie der heute lebende Mensch, der ein ultralanges Leben ablehnt, sich verhalten würde, wenn die bereits heute mögliche Lebensspanne 500 Jahre und nicht etwa 80 Jahre wäre. Würde er dann, in diese 500 möglichen gesunden Jahre hineingeboren, immernoch sagen: Mit 80 will ich unbedingt sterben? Mit 70 möchte ich die typischen Alterskrankheiten haben? Dieses Paradoxon macht einem klar, wie bescheuert es ist, auf ein kurzes Leben zu bestehen.

    ein anderes beispiel:

    was, wenn ein 6 jähriger seinen eltern mitteilt, er sei der meinung es lohne sich nicht sonderlich, ein längeres leben als 8 jahre zu führen?

    seine argumente:
    er würde keine größeren erkenntnisse und erlebnisse in einem längeren leben vermuten.
    er hätte eigentlich intellektuell und emotional alles erfahren, was man überhaupt über sich und die welt erfahren könne.
    ein leben mit 20 oder 30 müsse doch furchtbar langweilig sein.

    typischerweise sieht ein älterer mensch das ganz anders.
    das leben hätte doch gerade erst begonnen im alter von 6 jahren.
    der war doch nicht mal in der schule.
    hat von der welt noch nix gesehen.

    wir müssen begreifen, dass uns die alterung und der tod ein limit aufzwingt, das uns daran hindert, unser persönliches wissen, unsere erlebnisse, unsere persönlichkeit und unsere handlungen in völlig neue größenordnungen auszudehnen. dies zu begreifen und die vermeidbarkeit des problems zu erkennen erfordert nur ein wenig kenntnisse über aktuelle fortschritte und ein wenig bereitschaft, vorausschauend zu denken.

    der mensch, der ackerbau betrieben hat, hat eine große gedankliche leistung vollbracht.
    er hat saatkörner in die erde getan, als vorausschaunder schritt eines längeren planes.
    er hat es geschafft, nicht nur von heute bis morgen zu denken.

    der mensch, der heute an kryonik denkt und dafür etwas tut, übertrifft noch einmal den engen denkhorizont der meisten menschen. er fängt an in zeiträumen von jahrzehnten und jahrhunderten zu denken. und zwar nicht nur theoretisch sondern eben auch praktisch danach zu handeln.

    dieser schritt fällt vielen schwer, wie sicher auch der schritt zu ackerbau für viele schwer gefallen ist.
    aber er wird unvermeidbar kommen und sich lohnen.

    der nutzen entsteht dabei auch – aber nicht nur – in zeiträumen von jahrzehnten oder jahrhunderten. wir werden mit einer einer sicherheit leben können, noch jahrhunderte und jahrtausende zu erleben, wie wir heute davon ausgehen, noch ein paar jahrzehnte zu leben. das erhöht die lebensqualität im hier und jetzt. es ist doch ein wundervolles gefühl, sagen zu können: mein leben hat erst begonnen. ich habe meine zukunft noch vor mir. ich werde noch viele große dinge erleben. ich kann noch intelligenter werden. ich kann mich noch in richtungen entwickeln, die mich interessieren. und genau dieses gefühl wird einen zukünftig ständig begleiten können.

    Fakt ist: Es ist theoretisch absolut denkbar, dass es in diesem Jahrhundert zu der medizinischen Revolution kommt. Es ist extrem davon abhängig, wieviel jeder einzelne mitwirkt und wie sehr das Ziel gesellschaftlicher Konsens wird, ob täglich 100.000 Menschen gerettet werden.

    Wer den Tod mit 80 als erstrebenswert betrachtet oder als „Gottes Plan“, der hat entweder die Bibel nicht gelesen (Methusalem wurde über 900 Jahre alt) oder ist wie die meisten Menschen extrem irrationalen gesellschaftlichen Konventionen unterworfen. Der Tod ist etwas, mit dem Mensch sich abfindet. Etwas, dem der Mensch einen Sinn gibt, dem Religionen einen Sinn geben usw.

    Im Endeffekt schmeisst sich aber niemand freiwillig vor ein Auto oder trinkt Benzin.

    Der Tod war Jahrtausende Menschheitsgeschichte fundamental. Deswegen fällt es den Menschen so wahnsinnig schwer, zu begreifen, dass das Limit von etwa 120 Jahren nicht besonders toll ist. Klar ist auch das schon ein Geschenk an Zeit, bedingt durch menschlichen Fortschritt (vor 200 Jahren wurde kaum jemand überhaupt 60).

    Meine Perspektive auf die Alterung und den Tod ist rational. Gemeinhin ist die Perspektive auf Alterung und Tod mystizistisch oder konventionell. Diese Perspektive war auch immer eine sehr viel angenehmere als die rationale – damals brauchte man es nicht zu wagen zu forschen.

    Religion ist gewissermaßen etwas schönes. Aber nur, wenn sie nicht fortschrittsfeindlich ist. Wir „dürfen nicht Gott spielen“ sagt eigentlich schon sehr viel aus. Auch das die Kirche Galileo hängen wollte, die ersten Medizinerinnen (Hexen) verbrannt hat und auch sonst ihre mystizistische Ideologie dogmatisch vertritt ist schade.

    Hingegen finde ich die 10 Gebote sinnvoll und insbesondere den Aspekt der Nächstenliebe.

    Meine Lieblingsgeschichte in der Bibel ist die mit den Talenten (kennst du die?) das größte Talent ist – neben der Liebe – der Verstand. Der Mensch hat den größten. Die größte Herausforderung der Tod – die Alterung ist häufigste Todesursache. Talent vergraben oder mehren? Jesus gibt hier die klare Antwort: Mehren.

    Leute, aufwachen! Ein ultralanges Leben ist erstrebenswert. Näheres auf http://www.zeitgunst.com

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