Ballaststoffe

Ballaststoffe: wieso brauchen wir die?

Normalerweise wollen wir jeglichen Ballast im Leben loswerden, doch die sogenannten Ballaststoffe in der Nahrung tragen diesen Namen eigentlich unverdientermaßen. Denn wir brauchen sie nicht nur für unsere Verdauung, auch fürs Sättigungsgefühl sind sie wichtig. Außerdem sie den ph-Wert im Darm und können vor manchen Krankheiten vorbeugen. Doch wo stecken die Ballaststoffe eigentlich drin?

Ballaststoffe sind pflanzliche Rohfasern

In den Nahrungsmittelen kommen sie als Zellulose, Hemizellulose oder auch Pektin vor und bestehen aus langkettigen Zuckermolekülen, allerdings ohne Geschmack! Unser Magen kann sie nicht zersetzen, weshalb sie gänzlich in den Darm weiterwandern. Allerdings verbinden sich die Ballaststoffe im Magen zunächst mit Wasser und quellen auf: so entsteht das Sättigungsgefühl im Magen. Im Darm sorgen sie dann unter anderem für eine gute Verdauung, in dem sie als Füllstoff die Darmtätigkeiten anregen. Deshalb sind Ballaststoffe wichtiger Bestandteil für eine gesunde Ernährung. Im Dickdarm werden die Ballaststoffe dann durch Bakterien in kurzkettige Fettsäuren abgebaut; die entstandenen Fettsäuren senken im Darm den ph-Wert. (Quelle)Ballaststoffe

Wo stecken Ballaststoffe drin?

Am meisten Ballaststoffe stecken in Leinsamen und Weizenkleie – beides kann man sich etwa ins Müsli oder den Joghurt mischen. Aber auch im Salat fallen sie kaum auf. Ein gehäufter Esslöffel Leinsamen liefert etwa ein Viertel der empfohlenen Tagesdosis. Auch Trockenfrüchte liefern einiges an Ballaststoffen – wer Abnehmen möchte, sollte allerdings nicht zu viel davon essen wegen dem hohen Zuckeranteil! Hülsenfrüchte wie Linsen liefern ebenfalls viele Ballaststoffe und in Form von Eintöpfen und Suppen schmecken sie auch lecker.

Außerdem gibt es mittlerweile auch einige Knäckebrote oder Zwieback die mit extra Ballaststoffen versehen sind. Sie sind ein guter Ersatz für herkömmliche Brotsorten und mit frischem Kräuterquark auch ein leckerer Snack. Auch in Vollkornnudeln stecken mehr Ballaststoffe als in normalen Nudeln aus weißem Mehl. In Früchten dagegen stecken sehr selten ausreichend Ballaststoffe. lediglich in drei Beeren stecken nennenswerte Mengen drin: schwarze Johannisbeeren, Hagebutten und Holunderbeeren.

Foto: Kenneth Sponsler / Shutterstock.com

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