Ernährung

Bärlauch – Das Feinschmeckerkraut mit Verwechslungsgefahr

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Wenn man aus dem Fenster schaut wird klar: Der Frühling ist da. Und mit ihm sprießen die verschiedensten Pflanzen. Unter ihnen auch Bärlauch, der in den letzten Jahren aus der Feinschmeckerküche kaum noch wegzudenken ist.

Die wohlschmeckende und dank des ähnlichen Geschmacks als „wilder Knoblauch“ bekannte Pflanze hat ihren Namen tatsächlich dem Bär zu verdanken, der sie nach dem ausgiebigen Winterschlaf sucht und verzehrt, um seinen Körper zu reinigen. Und nicht nur für Bären hat Bärlauch eine magen-, darm- und blutreinigende Wirkung, auch uns Menschen tut er gut.

Aber Vorsicht! Übermäßiger Verzehr von Bärlauch führt in der Regel zu unangenehmen Verdauungsbeschwerden. Außerdem wird Laien dringend davon abgeraten das begehrte Kraut eigenhändig einzusammeln. Denn es besteht eine gefährliche Verwechslungsgefahr.

Da der Bärlauch oft gemeinsam mit der giftigen Herbstzeitlosen auftritt und dabei eine ähnliche Form aufweist, kam es bereits zu gesundheitsschädlichen Verwechslungen. Denn schon 3-4 Blätter der Herbstzeitlosen können nach wenigen Stunden zum Tode führen. Verwechslungsgefahr besteht ebenfalls bei den Blättern des Maiglöckchens. Zwar sind auch diese giftig und nicht zum Verzehr geeignet, aber keinesfalls so lebensbedrohlich wie die Herbstzeitlosen.

Die Blätter der wilden Garten-Tulpe, können, sollte sich keine Blüte herausbilden, dem des Bärlauchs stark ähneln, wodurch es zu Verwechslungsgefahr kommt. Schon wenige Minuten nach dem Verzehr kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Im schlimmsten Fall erleidet der Körper einen Schock, der im Endeffekt zu Atemstillstand und dem Tod führen kann!

Wer sich 100%ig sicher sein möchte, ob es sich bei dem, was er gerade gefunden hat, tatsächlich um Bärlauch handelt, der sollte darauf achten, dass die Blätter einzeln aus dem Boden treiben und der Saft der Pflanze stark nach Knoblauch riecht. Aufgrund der dennoch akuten Verwechslungsgefahr warnen Experten dennoch davor, eigenhändig und ohne Fachmann auf Bärlauchsuche zu gehen.

Bildquelle: aboutpixel.de / bärlauch © Sven Brentrup


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