Besser als ein Revolver: der Akku-Schrauber!

Es haben sich schon kleine Blasen an der Hand-Innenseite gebildet, doch die letzte Schraube muss noch rein! Immer wieder rutscht der Schraubenzieher ab, denn die Kraft in den Armen lässt langsam nach. Schweißtreibend und schmerzhaft ist diese Arbeit – und überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Denn die flinken Akku-Schrauber schaffen in Sekunden, was uns manchmal minutenlang Mühe abringt. Was dem Cowboy der Colt war, dass ist dem modernen Großstadtmann der Akkuschrauber! Doch wie findet man den passenden?

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Pferdestärken oder was?

Woran misst sich so ein Akku-Schrauber eigentlich? Klar, er soll in Sekunden Schrauben in harten Boden drehen – der Fachmann rechnet dagegen die Kapazität des Akkus mal der Betriebsspannung. Ersteres wird in Amperestunden (kurz Ah) angegeben und letzteres sind die Volt-Angaben. Multipliziert ergibt das dann die Energie, die in dem kleinen Schrauber steckt. Wichtig sind aber auch noch das maximale Drehmoment, die Drehzahl und das Getriebe.

  • Maximales Drehmoment: Wird angegeben in Nm und verrät uns, mit viel Kraft der Akku-Bohrer die Drehzahl beibehalten kann
  • Getriebe: Wer viel in hartes Material bohren will, der kauft am besten einen Bohrer mit Zwei-Gang-Getriebe
  • Akku: Moderne Schrauber haben Lithium-Ionen Akkus, die besonders lange halten und sich selber kaum entladen

Mit oder ohne Licht?

Außerdem sind manche der meist T-Förmigen Akku-Schrauber mit kleinen Licht-Ioden ausgestattet, sodass auch Bohren und Schrauben in dunklen Ecken klappt. Fraglich ist allerdings, wie oft man so etwas braucht – vielleicht wenn im hintersten Eck des neuen Schranks noch die letzte Schraube fehlt. Für Gelegenheits-Schrauber ist die Funktion also eher ein witziges Feature, aber kein Muss. Wichtiger ist dagegen, dass der Schrauber gut in der Hand liegt und Sie ausreichend Druck auf Ihn ausüben können, ohne dabei abzurutschen. Außerdem können Sie als umweltbewusster Mensch noch darauf achten, dass keine Schadstoffe drin sind.

Und bei Langeweile: Akkuschrauber-Rennen

Und wenn dann der leistungsstarke Akkuschrauber im Haus ist, dann können Sie damit nicht nur Bohren und Schrauben, sondern auch Wettrennen fahren. Kein Witz, sondern ernsthafter Wettkampf: lediglich zwei Akku-Schrauber mit je 18 Volt dürfen bei diesem Rennen in den Fahrzeugen für den Antrieb sorgen. Veranstaltet wird das Event von der Hildesheimer Hochschule – findet aber auch Nachahmer. Vielleicht finden Sie ja in Ihrer Stadt passionierte Akku-Schrauber-Besitzer, die Lust auf dieses waghalsige Unterfangen hätten? Besser als im wilden Westen!

Bild: gualtiero boffi, shutterstock.com

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