Carbenoxolon: Besser denken mit Lakritze-Wirkstoff?

Im Alter lassen nicht nur die motorischen Fähigkeiten nach, sondern auch oft die Gedächtnisleistung. Man spricht dann von Demenz; Extreme sind hierbei Krankheiten wie Alzheimer. Für Angehörige aber auch Betroffene sind das oft sehr quälende Zustände. Deshalb wird fieberhaft daran geforscht, wie man den Geist und das Gehirn fit halten kann. Carbenoxolon, das unter anderem in Lakritze vorkommt, konnte in einer Studie hier recht brisante Ergebnisse liefern. Scheinbar wirkt es sich positiv auf die kognitiven Fähigkeiten älterer Männer aus.

Wenn im Alter die Gedächtnisleistung abnimmt, fällt vieles schwer und Angehörige sind tief betroffen.

Muss Opa nun Lakritze essen?

Gleich vorweg: alleine mit Lakritze wird diese Wirkung nicht erzielt. Ganz im Gegenteil kann der überhöhte Verzehr von Lakritze eher gefährlich sein, da es zu einem hohen Blutdruck führen kann. Allerdings kann man aus den Süßholzwurzeln den Stoff extrahieren. Eine Studie der schottischen Universität Edinburgh konnte 2004 feststellen, dass Männer, denen man über einige Wochen Carbenoxolon gab, eine bessere Gedächtnisleistung erbringen konnten, als noch zuvor. Die Studie arbeitet mit einer Blindgruppe, die ein Placebo bekamen. Außerdem wurden an Diabetes erkrankte Männer mit untersucht, da diese zu Demenz neigen.

Das Mittel blockiert scheinbar ein Enzym, wodurch dann eine verbesserte Gedächtnisleistung auftritt. Insgesamt waren diese Verbesserung zwar nur marginal, jedoch deutlich genug, um Potential zu haben. Deshalb wird aktuell daran geforscht, in wie weit Carbenoxolon wichtig für die Behandlung von dementen Menschen sein kann

Der Demenz vorbeugen?

Viele haben Angst im Alter an Demenz zu erkranken. Bisher gibt es allerdings noch keine Möglichkeit, der Demenz durch Medikamente oder ähnliches Vorzubeugen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. spricht allerdings von unspezifischen Maßnahmen zur Vorbeugung: wie etwa körperliche Aktivität, regelmäßige geistige Tätigkeit oder eine gesunde Ernährung.

Bild: CREATISTA, shutterstock.com

 

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