Beziehungsstatus beeinflusst das Gewicht

Die Zahl der Single Haushalte in Deutschland ist steigend. Die Single Forschung ist daher auf dem Vormarsch. Wissenschaftler und Soziologen beschäftigen sich seit einigen Jahren verstärkt mit Gesundheit und Psyche Allein lebender.

Eine Frage, der die Single Forschung nachgegangen ist, stellt sich nach einem Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und dem Beziehungsstatus.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Industrieländern steigt die Zahl der übergewichtigen bis teilweise adipösen Menschen deutlich an.

Gleichzeitig nimmt die Zahl der Eheschließungen ab. In Deutschland allein gaben sich noch im Jahr 1991 454.291 Menschen das Ja Wort. Im Jahr 2008 hingegen waren es nur noch 377.055.

Um herauszufinden, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und dem Beziehungsstatus gibt, stellten Soziologen vier unterschiedliche Hypothesen auf, die sie überprüften. Erste Daten liegen schon vor und zeichnen einen Trend.

Die erste Hypothese ging davon aus, dass Menschen mit einem geringeren Body Mass Index, kurz BMI, eher als Ehepartner ausgewählt werden. Als zweite Hypothese wurde die These aufgestellt, Verheiratete lebten allgemein betrachtet gesünder, da sie zum einen vom Partner umsorgt werden und zum anderen weniger Risiken eingehen.

Als weitere These wurde angenommen, Ehepartner würden häufiger als Singles Mahlzeiten einnehmen, da sie quasi einer sozialen Pflicht unterliegen würden. Als letztes stellten die Soziologen die These in den Raum, Menschen, die sich nicht mehr auf dem Heiratsmarkt behaupten müssten, würden sich tendenziell „gehen lassen“ und weniger auf ihr Äußeres achten.

Die bisher gesammelten Daten zeigen eine klare Tendenz. Demnach scheint der Beziehungsstatus tatsächlich einen Einfluss auf das Körpergewicht zu haben. Allerdings scheint es, dass Verheiratete tatsächlich häufiger und üppiger als Singles essen und tatsächlich innerhalb der Ehe die Partner weniger auf ihr Äußeres achten.

Bild: © Jacob Wackerhausen / iStockphoto

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