Blick auf die gesellschaftliche Situation zum Weltmännertag

Ist es nach Jahrzehnten der Frauenbewegung und der Gleichstellungsbemühungen von Männern und Frauen nun an der Zeit, den Focus zu ändern und nach der Frauenbewegung nun mit einer „Männerbewegung“ für die Rechte des männlichen Geschlechts einzutreten?

Nach einem Bericht, den der gemeinnützige Verein MANNdat anlässlich des Weltmännertags erstellte, scheint dies an der Zeit.

Anlässlich des bevorstehenden Weltmännertags am 3. November hat der gemeinnützige Verein MANNdat einen Bericht zur Situation von Jungen und Männern in Deutschland, den Jungen- und Männer- Genderindex, veröffentlicht. Demnach nehmen inzwischen die Bereiche, in denen die Jungen und Männer Nachteile erfahren oder deutlich benachteiligt sind, zu.

In den wesentlichen Ergebnissen kommt der Genderindex dabei zu dem Ergebnis, dass sich die Benachteiligungen durch fast alle gesellschaftlichen Bereiche des Lebens zieht. Egal ob beispielsweise Gesundheit, Bildung, Arbeitslosigkeit oder auch Sozialhilfe, in allen Bereichen erfahren Männer Nachteile.

So erreicht beispielsweise laut des Berichts in keinem Bundesland die Lebenserwartung von Männern annähernd die der Frauen. Im Durchschnitt sterben deutsche Männer 5,2 Jahre früher als Frauen.

Auch im Bereich der Bildung liegen die Männer im Bundesdurchschnitt hinten. Laut des Berichts erwerben demnach durchschnittlich 21,6 Prozent weniger Männer als Frauen mit dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife die Zugangsberechtigung zu einem Studium.

Aber auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Chancen der männlichen Bewerber deutlich schlechter, als die der weiblichen. Deutlich wird dies gerade auch bei jungen Menschen. In Zahlen ausgedrückt sind laut Bericht 63,7 Prozent mehr junge Männer denn junge Frauen arbeitslos.

Ähnlich ziehen sich die Vergleichszahlen durch fast alle Bereiche der Gesellschaft. Legt man die Zahlen des Jungen- und Männer Genderindex zu Grunde, so wird es an der Zeit sein, über den Focus der Geschlechterpolitik in Deutschland neu nachzudenken und nach der Gleichberechtigung der Frau nun auch die des Mannes wieder ins Auge zu fassen.

http://manndat.de

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