Buchtipp: Gemeinsam gegen Krebs

60 Prozent der Krebspatienten nehmen aus Angst vor den massiven Nebenwirkungen einer onkologischen Therapie zusätzlich Naturheilmittel ein – allerdings meist, ohne den Arzt zu informieren.

Doch der falsche Einsatz von Heilkräutern oder Vitaminen kann zu massiven Störungen oder gar Versagen der Krebstherapie führen. Aber es ist wichtig, dass die Patienten offen mit ihrem Arzt über ihr Interesse an naturheilkundlichen Therapien sprechen, denn die Naturheilkunde hat ein ungeheures Potential in der Krebsbehandlung:

Sie wirkt gegen Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie, sie lindert Schmerzen und nimmt Angst und Unruhe. Vor allem aber befähigt sie die Patienten, selbst etwas für sich und ihre Gesundheit zu tun – zum Beispiel mit Methoden des Stressabbaus, aber auch mit Ernährung und Bewegung.

Integrative Onkologie in Essen

Im Grabenkrieg zwischen moderner, naturwissenschaftlich orientierter Hochleistungsmedizin und der Naturheilkunde mit ihrem Jahrtausende alten Erfahrungsschatz wurden viele Chancen verschenkt – und die Patienten häufig allein gelassen. Es ist Zeit, mit den gegenseitigen Vorurteilen aufzuräumen.

Nach dem Vorbild der USA, wo es seit einigen Jahren an allen großen renommierten Krebszentren Abteilungen für „Integrative Onkologie“ gibt, arbeiten an den Kliniken Essen-Mitte naturheilkundliche Internisten mit Brustkrebsexperten zusammen: Prof. Dr. med. Gustav Dobos, Inhaber eines Lehrstuhls für Naturheilkunde an der Universität Duisburg-Essen und Leiter einer internistischen Station für chronisch Kranke, und PD Dr. med. Sherko Kümmel, Direktor des Brustzentrums.

Onkologische wie auch naturheilkundliche Verfahren werden dabei auf wissenschaftlicher Basis aufeinander abgestimmt und kombiniert. Eine weltweite Pionierleistung ist dabei die Entwicklung eines datenbankgestützten Experten-Systems (SenoExpert), das für jede Patientin individuell die neueste Studienlage recherchiert und dokumentiert, jede Therapieempfehlung nachvollziehbar begründet und ihre Informationen allen behandelnden Ärzten zur Verfügung stellt. Denn allein in Sachen Brustkrebs verdoppelt sich das onkologische Wissen alle zwei Jahre.

Gemeinsam gegen Krebs

* zeigt einen Paradigmenwechsel in der Krebsmedizin, der individualisierte Hochleistungsmedizin mit ganzheitlichen Heilverfahren kombiniert

* informiert wissenschaftlich fundiert über die erfolgreiche Behandlung von Nebenwirkungen der onkologischen Therapie

* gibt Patienten Ratschläge, wie sie selbst aktiv werden können und darüber mit ihrem Arzt sprechen sollten

* ist eine wichtige Orientierungshilfe für Patienten und Angehörige im Dschungel von Medizin und unseriösen Heilangeboten

Gustav Dobos / Sherko Kümmel

Gemeinsam gegen Krebs – Warum Naturheilkunde und Onkologie zusammenarbeiten müssen

304 Seiten, 24,95 Euro
ISBN 978-3-89883-265-6
Verlag Zabert Sandmann, ET: 24. Februar 2011

Bild: Verlag Zabert Sandmann

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