Chronisches Erschöpfungssyndrom durch Viren ?

Das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS – Chronic fatigue syndrome) ist eine chronische Krankheit und häufig zur Behinderung führt.

Sie ist charakterisiert durch eine lähmende geistige und körperliche Erschöpfung/Erschöpfbarkeit sowie durch eine spezifische Kombination weiterer Symptome.

Dazu gehören neben der chronischen Erschöpfung unter anderem Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, nicht erholsamer Schlaf, Empfindlichkeiten der Lymphknoten sowie eine anhaltende Verschlechterung des Zustands nach Anstrengungen.

Forscher der US-amerikanischen Arzneibehörde FDA haben im Blut von Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) Virusgene entdeckt. Der Bericht in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS 2010; doi: 10.1073/pnas.1006901107) bildet den vorläufigen Endpunkt in einer Reihe von verwirrenden Publikationen.

Die üblichen Verdächtigen wie Herpesvirus-6, Epstein–Barr Virus, Enteroviren, Parvovirus B19 und die bakteriellen Erreger von Lyme-Erkrankung und Q-Fieber wurden hin und wieder nachgewiesen, aber niemals in einer Häufigkeit, die eine bedeutende Rolle nahelegt.

Nun stellten die Forscher in  87 Prozent der CFS-Patienten Genspuren eines Retrovirus im Blut fest, gegenüber nur 7 Prozent der gesunden Kontrollgruppe.

Allerdings handelt es sich nicht um ein XMRV, sondern um ein anderes (aber verwandtes) murines Leukämie Virus (MLV).

Eine parallel laufende Studie von Wissenschaftlern um William Switzer von den Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta konnte allerdings nicht bestätigen, dass das Virus an der Entstehung des chronischen Erschöpfungssyndroms beteiligt ist.

In weiteren Untersuchungen muss daher geklärt werden, ob und wie der Erreger die Krankheit beeinflusst.

  • Fatigatio e.V. – Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom
  • International Association for CFS/ME (englisch)
  • Centers for Disease Control and Prevention

One comment on “Chronisches Erschöpfungssyndrom durch Viren ?

  1. Ulla Kettler sagt:

    Im Jahre 2006 wurde bei mir ein Pyoderma Gangraenosum diagnostiziert. Ich bekam hochdosierte Morphiumpflaster und Novalminsulfon über sehr langem Zeitraum. Es hatte bis zur Diagnose viele Jahre gedauert. Es stellte sich dann durch die Eiweißelektrophorese eine Paraproteinämie vom Kapp Leichtkettentyp heraus. Was das so richtig bedeutete, weiss ich bis heute nicht. Ich arbeitete nach der Behandlung im KH weiter; der Pflegedienst kam täglich in die Einrichtung (ich bin Leiterin einer KiTa). Das Pyoderma G. schl0ss sich nicht und ich willigte nach langem Überlegen einer Hauttransplantation zu(2007). Bis heute macht der Narbenrand zwischendurch „Anstalten“ aufzugehen.Ich kriege es aber immer wieder mit „Totes Meer Salz“ und Olivenöl – Bädern halbwegs in den Griff. 2007, kurz nach der Transplantation, erzählte mir die Schwester vom Pflegedienst, dass in dem Ort, in dem ich arbeite, auch eine Dame das Gleiche wie ich hätte und ob sie mir mal die Telefonnummer geben dürfte. Ich rief dort an und es war eine ehemalige KiTamutter. Wir wunderten uns, dass wir beide ein Pyoderma G. hätten, wo man doch sagt, dass von einer Million Menschen 1 bis 3 daran erkranken. Mit der ehemaligen Mutter telefonierte ich sporadisch, wenn wir uns im Ort mal gesehen hatten. Im November 2010 bekam ich eine schwere Lungenentzündung. Seitdem ging es mir zunehmend schlechter. Vor dem Pyoderma Gangraenosum war ich nie krank gewesen. Habe bei der Arbeit fast gar nicht gefehlt und auch als Kind war ich nie krank, bis auf Kinderkrankheiten (Masern, Mumps, Windpocken). Seit Juli 2011 habe ich ein chronisches Erschöpfungssyndrom. Wie es mir damit geht, brauche ich hier wohl nicht näher zu erläutern. Nur interessant ist in diesem Fall, dass die Tochter in der Zeit, wo sich das Pyoderma entwickelte, in unserer KiTa war und Ringelröteln hatte. Parallel dazu entwickelte sich auch bei der Mutter etwas später das Pyoderma G. Wir haben beide die gleichen Symptome (Knochen- und Muskelschmerzen, Hautirritationen, Erschöpfungszustände). Mich machen diese Tatsachen stutzig; so viele Zufälle kann es doch eigentlich nicht geben.Es wäre schön, eine Rückmeldung zu erhalten und ich verbleibe

    mit freundlichem Gruß, Ulla Kettler

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