Schadet Kaffee der Gesundheit? | © panthermedia.net / pukach2012

Das ewige Laster – Auswirkungen von Kaffee auf unsere Gesundheit

Wenn morgens der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee in der Luft liegt und der erste heiße Schluck Kaffee das erste ist, woran man am Morgen denken kann, dann ist es häufig schon zu spät: Wir sind süchtig! Über 30 % der Befragten einer Studie gaben an, 4 oder mehr Tassen Kaffee am Tag zu trinken. Ansonsten funktionieren sie einfach nicht richtig. Gefühlt jedes Jahr wird eine neue Studie veröffentlicht, die besagt, der tägliche Kaffeekonsum sei schädlich. Im nächsten Tag wird der Kaffee auf einmal zur Wunderwaffe für alle möglichen Wehwehchen. Hier spalten sich die Geister.

Volksdroge Kaffee

Fördert Kaffee Krebserkrankungen oder kann er sie heilen? Beeinflusst Kaffee unseren Blutdruck? Fördert er vielleicht sogar die Potenz? Die einen so, die anderen so. Während Kaffeeverfechter das „schwarze Gold“ in den Himmel loben und er Allheilmittel für alles sein soll, so warnen die anderen vor einem übermäßigen Kaffeegenuss. Aber was ist dran an diesen Gerüchten und angeblichen Fakten? Eines ist klar: Die Kaffee-Industrie hat uns schon so manchen Euro aus der Tasche gezogen. Im Folgenden erfahrt ihr, wie Kaffee wirklich auf euren Körper wirkt, welche Menschen vom Kaffee lieber die Finger lassen sollten und auch, wie ihr beim nächsten Coffee-to-go den einen oder anderen Cent sparen könnt.

Teurer Genuss

Teurer Kaffee bei Starbucks | © panthermedia.net / Asawin klabma

Teurer Kaffee bei Starbucks | © panthermedia.net / Asawin klabma

 

Warum kaufen wir unseren Kaffee bei Starbucks? Weil es auf dem Weg zur Arbeit liegt? Klar, denn Starbucks-Shops sind einfach überall. Schließlich eröffnet das amerikanische Unternehmen 4 neue Filialen pro Tag (!). Bereitwillig zahlen wir bis zu 6 Euro für einen Kaffee, das muss aber nicht sein: „Preisunterschiede von 139 Prozent für einen Amerikano und 109 Prozent für einen Capuccino oder Latte Macchiato zwischen den Filialen in Warschau (Polen) und Bern (Schweiz) werden hier festgestellt.“, fand man bei einer Studie von Gutscheinsammler heraus. Für einen günstigeren Einkauf von Filterkaffee für zuhause findet ihr hier Coupons zur Vergünstigung. Wer an dieser Stelle spart, der wird auch gerne beim nächsten Coffee-to-go ein paar Euro mehr bezahlen.

Übrigens: Deutschland liegt mit seinen Kaffee-Preise im akzeptablen Mittelfeld.

Finger weg oder Her damit?

Kaffee wird häufig als Wachmacher verwendet. Kein Wunder: Es kommt schnell im Gehirn an und wirkt dort auf das Zentrale Nervensystem. Das Koffein ist quasi ein Gegenspieler des Adenosins, das dem Körper Müdigkeit signalisiert. Kaffee verbessert die Reaktionszeit und die Leistungsfähigkeit und wird somit gerade von Menschen, die sich im Job gestresst fühlen in hohem Maße konsumiert.

Zudem hat Koffein eine schlafverzögernde Wirkung, er ist also gut geeignet für Menschen, die gerade Abends oder Nachts noch geistige Arbeit (Nachtschicht, Lernen in einer Klausurenphase) leisten müssen. Wie das Koffein sich auf das Schlafverhalten auswirkt, kommt ganz auf den Menschen an, der diesen konsumiert. Ein regelmäßiger Kaffeetrinker wird irgendwann eine gewisse Immunität gegen den Kaffee entwickeln und keine so starken Reaktionen spüren wie ein Gelegenheits-Kaffee-Trinker.

Dem Kaffee wird außerdem eine leichte schmerzlindernde Wirkung nachgesagt. So kann eine Tasse Kaffee bei Kopfschmerzen oder Migräne leicht Abhilfe verschaffen. Allerdings kann er auch Kopfschmerzen verursachen. Die sind nämlich Symptom Nr. 1 des Kaffee-Entzuges bei Süchtigen.

 

Kopfschmerzen durch Kaffee-Entzug | © panthermedia.net / lisiza

Kopfschmerzen durch Kaffee-Entzug | © panthermedia.net / lisiza

 

Kaffee soll das Herz schädigen, hieß es lange Zeit. Neuerliche Studien widerlegen dies jedoch. Das Herz schlägt durch die simulierte Adrenalin-Ausschüttung zwar schneller, gesundheitsgefährdend ist dies jedoch nicht. Auch auf den Blutdruck und den Cholesterin-Spiegel hat der Kaffee seine Auswirkungen. Der Cholesterin-Spiegel steigt und auch der Blutdruck wird für einen kurzfristigen Zeitraum höher, für einen gesunden Menschen birgt das jedoch keine Gefahr.

Noch ein Vorteil des Kaffee-Genusses ist die Anregung des Verdauungsprozesses und die positiven Auswirkungen auf die Darmgesundheit.


Allerdings hat der Kaffeekonsum auch negative Seiten. So werden dadurch Stresshormone produziert, die Körper und Geist in Aufruhr versetzen. Das sind die gleichen Stresshormone, die auch bei einer Flucht um Leben und Tod freigesetzt werden. Wenn man dabei aber nur am Schreibtisch vor dem Computer sitzt, ist das Stresslevel einfach zu hoch. Lässt die Wirkung des Koffeins nach, so überkommen uns Müdigkeit, Erschöpfung und Reizbarkeit: Der nächste Kaffee muss her! Ein ewiger Teufelskreis.

Regelmäßige Kaffeetrinker kommen von ihrem Koffein-Level gar nicht mehr wieder herunter. Das begünstigt Kopfschmerzen, Depressionen und chronische Müdigkeit. Beim Zentrum der Gesundheit erfahrt ihr, wie ihr die Kaffee-Sucht durchbrechen könnt. Da das Koffein das Gehirn in einen schwachen Rauschzustand versetzt, kann es süchtig nach dem Koffein-Kick werden und wie jede Sucht gehen damit auch Entzugserscheinung einher, die uns in unserer Lebensqualität einschränken.

Wer keinen Kaffee trinken sollte

Kein Kaffee für Kinder! | © panthermedia.net / Oleksandr Grybanov

Kein Kaffee für Kinder! | © panthermedia.net / Oleksandr Grybanov

 

Kinder sollten bis zum 12. Lebensjahr keinen Kaffee trinken. Das durchzuhalten ist für die meisten Kinder auch gar nicht schwer, da die Kinder die Bitterstoffe im Kaffee viel stärker wahrnehmen und diesen somit als „ekelig“ empfinden. Gegen einen Latte Macchiato oder einen schwachen Schoko-Cappuchino ist aber ab dem 12. Lebensjahr nichts einzuwenden, wenn es ihnen schmeckt. Nur mit Espresso und sehr stark aufgebrühtem Kaffee sollten Eltern vorsichtig sein, da ein Kind mit den Wirkungen eines starken Kaffees noch nicht umgehen kann.

Auch Schwangere sollten ihren Kaffeekonsum in der Schwangerschaft einschränken. Denn das Baby nimmt im Mutterleib genau so viel Koffein auf, wie die Mutter, es kommt also auch zu einem erhöhten Blutdruck und eventuellem Herzrasen. Dadurch erhöht sich die Gefahr einer Frühgeburt.

Kaffee für die Potenz?

Kaffee macht müde Männer munter, heißt es auf Merkur.de. Das stimmt, denn das Koffein regt die Durchblutung an und senkt die Gefahr einer Erektilen Dysfunktion um fast 40 %. Sogar bei Männer mit Übergewicht und chronischer Fettleibigkeit, die normalerweise einer der Hauptgründe für die Erektile Dysfunktion sind, hat der Kaffeekonsum eine positive Wirkung gezeigt.

Fazit

Kaffee in geselliger Runde | © panthermedia.net / Monkeybusiness Images

Kaffee in geselliger Runde | © panthermedia.net / Monkeybusiness Images

 

Kaffee ist gut! Aber nur in Maßen. Er hilft uns, uns zu konzentrieren, länger wach zu bleiben oder uns einfach nur wohl zu fühlen. Das Kaffeetrinken hat eine lange Tradition und bedeutet für jeden etwas anderes. Der eine trinkt ihn im größten Stress, um sich leistungsfähiger zu machen, der andere genießt eine heiße Tasse Kaffee am Nachmittag auf dem Sofa. Klar ist: Kaffee ist kein Wunderheilmittel aber auch keine Gefahr für unsere Gesundheit, denn solange wir ihn in Maßen konsumieren und auch ab und zu mal verzichten können, tut er uns einfach nur gut.

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