Die Grippe ist kein Kinderspiel

Eine Erkältung oder auch eine leichte Grippe wird oftmals mit einem Schulterzucken abgetan.

Doch sollte man eine derartige Krankheit nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn die Viren können den Weg zum Herzen finden und dort eine ernsthafte Folge haben.

Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen sind die deutlichsten Anzeichen für eine Erkältung oder auch eine Grippe, zumindest jedoch für einen grippalen Infekt.

Allzu oft wird die Erkrankung mit einem Schulterzucken abgetan und weniger als ernst, denn als lästig empfunden.

Eine Erkältung kann jedoch in ihrem Verlauf das Herz schädigen, da die Viren den Weg zum Herzen finden, und dort in der Folge der Erkrankung eine oft auch tödlich verlaufende Herzmuskelentzündung verursachen können. Ebenso können auch Durchfall-Viren wirken.

Körperliche Betätigung ist zwar ein guter Schutz vor Erkältungen und anderen Infekten und dient zur Stärkung des Herzens, im Falle von Erkältungen oder Durchfall jedoch sollte eine Sportpause eingelegt werden. Das Training sollte erst nach drei bis vier beschwerdefreien Tagen wieder aufgenommen werden.

Besonders gefährdet von einer Herzmuskelentzündung, der Myokarditis, sind junge Männer, die trotz grippalem Infekt das Training nicht aussetzen, oder zu früh wieder aufnehmen. Bis die Herzerkrankung offenbar wird, kann es Tage oder auch Wochen dauern, so dass häufig ein direkter Zusammenhang mit der Vorerkrankung nicht gezogen wird und es keine typischen Symptome für eine Myokarditis gibt.

Zu unterschätzen jedoch ist die Erkrankung nicht, dies belegen die Zahlen. So wurden bei jungen Menschen, die plötzlich in Ausübung eines Leistungssports verstarben, in 10 Prozent aller Fälle eine zuvor nicht erkannte Herzmuskelentzündung als Todesursache diagnostiziert.

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