Dioxin – was Sie wissen sollten

Der Chemieunfall am 10. Juli 1976 in Seveso in Italien machte Dioxin weltweit bekannt.

Nach einer chemischen Kettenreaktion strömte damals TCDD, das Sevesogift, in die Umwelt.

Das sogenannte „Sevesodioxin“ (2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin, kurz 2,3,7,8-TCDD) ist die giftigste Einzelverbindung unter den Dioxinen.

Dioxine sind nicht natürlichen Ursprungs, sondern Sie entstehen als Nebenprodukte bei der Herstellung chlororganischer Chemikalien oder bei Verbrennungsreaktionen.

Hühner in Freilandhaltung nehmen Dioxine und Furane hauptsächlich durch das Aufpicken von Bodenpartikeln auf.

In den Eiern kommen diese Substanzen aufgrund ihrer Fettlöslichkeit überwiegend im Eidotter vor, das zu einem Drittel aus Fett besteht. Seit Januar 2005 gilt für Eier EU-weit ein Dioxin-Grenzwert.

Was Dioxine so gefährlich macht ist ihre lange Halbwertszeit. Da Dioxine sehr lipophil (fettlöslich) sind, reichern sie sich bei Menschen und Tieren insbesondere im Fettgewebe an.

Das giftigste Dioxin hat sich im Körper nach etwa sieben Jahren zu Hälfte abgebaut, das sich am langsamsten abbauende Dioxin benötigt 20 Jahre.

Beim Menschen kann Dioxin zu Störungen des Immunsystems, der Nervenleitungen und des Hormonhaushalts sowie zu Hautschädigungen führen.

Im Moment laufen viele Untersuchungen, die ersten Ergebnisse werden wohl erst nächste Woche vorliegen.

Die bisherigen Proben enthalten zwar mehr Dioxin als der Grenzwert es erlaubt, eine akute Gesundheitsgefahr für die Konsumenten stellen sie nicht dar.

Verbraucherschützer geben also Entwarnung: „Es ist nicht so, dass deutschlandweit alle Eier oder Geflügelprodukte verseucht wären.“ Dennoch raten sie im Moment auf den Verzehr von Eiern und Geflügelfleisch zu verzichten.

Schmierstoffe für die Industrie haben nichts im Tier-Futtermittel verloren. Man sollte über bessere Kontrollen der Lebensmittelzulieferer nachdenken. Fette werden schon seit Jahren vielen Futtermitteln beigemischt, um den Energiegehalt zu erhöhen.

Weblinks:

Spiegel Online: Hersteller lieferte 3000 Tonnen verseuchtes Futterfett aus

Bundesinstitut für Risikobewertung: Dioxine

Wikipedia: Dioxine

Bildquelle: aboutpixel.de / Give it to me © Christian Daum

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