Fahrradfahren trotz Gelenkbeschwerden: mit einem E-Bike ist das möglich

E-Bike: zahlt die Krankenkasse?

Besonders für ältere Menschen sind die Fahrräder mit helfendem Motor ein gutes Sportgerät. Denn, wenn einen die Kräfte doch einmal am Berg verlassen sollten, kann der Fahrer auf die Hilfe des Elektromotors zählen. Auch für Radler, die im Alter an Gelenkverschleiß oder Arthritis leiden, sind die gelenkschonenderen Pedelecs und E-Bikes ein gutes Fortbewegungsmittel. Aber wie sieht es eigentlich mit den Kosten aus, denn so ein E-Bike ist selten günstig? Zahlt die Krankenkasse Personen mit Bewegungseinschränkungen das motorisierte Fahrrad?

Fahrradfahren trotz Gelenkbeschwerden: mit einem E-Bike ist das möglich

Fahrradfahren trotz Gelenkbeschwerden: mit einem E-Bike ist das möglich

E-Bike: medizinisches Hilfsmittel oder Lifestyle-Gefährt?

Wurde das Pedelec oder E-Bike vor einigen Jahren noch als Rentergefährt belächelt, nimmt der Absatz aktuell stetig zu. Auch Menschen, die noch voll einsatzfähig sind, greifen gerne auf ein motorisiertes Rad zurück. Wie schon berichtet zeigten auch die Neuheiten der Eurobike 2012, dass das E-Bike alltagstauglich geworden ist und auch für Freizeitsportler oder Pendler interessant sein kann. Jedoch sind die Modelle nicht günstig und gelten immer noch als Luxusobjekt. Das wirft die Frage auf, ob die Kosten eines E-Fahrrads bei einer nachgewiesenen körperlichen Einschränkung von den Krankenkassen übernommen werden sollte? Diese Frage wurde ganz aktuelle vom Sozialgericht in Oldenburg geklärt. Eine unter Kniebeschwerden leidende Frau wollte dort die Übernahme der Kosten für ein 1999 Euro teures E-Bike von ihrer Krankenkasse einklagen. Das Gericht entschied jedoch zu Gunsten der Kasse und wies die Klage ab. Begründung: E-Bikes gelten nicht als medizinisches Hilfsmittel.

 

E-Bike: gelenkschonend radeln

Auch, wenn der Orthopäde der Klägerin ein E-Bike als Fortbewegungsmittel empfohlen hat gilt das motorisierte Fahrrad immer noch als alltäglicher Gebrauchsgegenstand und zählt nicht, wie zum Beispiel ein Rollator, zu den medizinischen Hilfsmitteln. Wer sich also aufgrund von körperlichen Problemen ein E-Bike zulegen möchte, muss dieses weiterhin aus eigener Tasche bezahlen. Dabei lohnt sich besonders im Alter die Anschaffung eines E-Fahrrads, da das Rad mit Hilfsmotor auch bei körperlichen Einschränkungen für Mobilität und Bewegung sorgt.  So wurden alleine im letzten Jahr 300.000 motorisierte Fahrräder verkauft und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Jedoch sollten Sie vor einem Kauf unbedingt das E-Fahrrad ausgiebig testen. Experten raten dazu mindestens 24 Stunden testweise mit dem elektrischen Gefährt unterwegs zu sein. Besonders wichtig ist dabei der praktische Aspekt. Testen Sie den Wechsel des Akkus genauso, wie die Befestigungsmöglichkeiten für Gepäcktaschen und Anhänger. Mehr Informationen zum E-Bike-Zubehör finden Sie auch bei  e-bike-world.

 

Bild: Carme Balcells /shutterstock.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.