Einkauf von ärztlichen Zusatzleistungen weit verbreitet

Der Gang zum Arzt ist inzwischen schon fast vergleichbar mit einem Einkaufsbummel. Zu dieser Ansicht zumindest könnte man gelangen in Anbetracht der jüngsten Studienergebnisse, nach denen bereits fast jeder vierte gesetzlich Krankenversicherte beim Arzt individuelle Zusatzleistungen einkauft.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK kam in einer am Mittwoch, den 8. Dezember, vorgestellten Studie zu dem Schluss, dass inzwischen mehr als jeder vierte der knapp 70 Millionen gesetzlich Versicherten beim Arzt Behandlungen, deren Kosten selbst zu tragen sind, in Anspruch nimmt.

Dies sind in zahlen ausgedrückt immerhin fast 20 Millionen gesetzlich Krankenversicherte. Dabei sind manche der in Anspruch genommenen, selbst zu tragenden Leistungen, durchaus nicht unumstritten.

20 Prozent der nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Leistungen, die Patienten aus eigener Tasche finanzieren fallen dabei auf Ultraschalluntersuchungen, die oft zur Krebsvorsorge angewandt werden. Allerdings bergen sie das Risiko durch ungenaue Ergebnisse unzuverlässig zu sein.

Weitere häufig in Anspruch genommene individuelle Zusatzleistungen sind auch die Vorsorge vor Grünem Star, sowie verschiedene Medikamente und Hilfsmittel, deren Kosten nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Am häufigsten werden die individuellen Zusatzleistungen in Anspruch genommen, die Augenärzte, Gynäkologen, Urologen, Orthopäden und Hautärzte anbieten.

In der Zusammenfassung der Ergebnisse der jetzt veröffentlichten Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK betont die gesetzliche Krankenkasse, alle für die Gesundheitsvorsorge sowie die Wiederherstellung der Selben im Krankheitsfalle, würden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und garantiert. Allerdings gab die AOK auch zu, es gäbe individuelle Zusatzleistungen, die ein Patient zwar selbst bezahlen müsse, die aber durchaus sinnvoll sein könnten. Dabei nannte die gesetzliche Krankenkasse als ein Beispiel eine Impfberatung durch den Hausarzt im Falle einer Fernreise.

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