Empfehlungen zur Krebsprävention

praventionMan ist, was man ißt: Die Art unserer Ernährung wirkt sich auf unser persönliches Krebsrisiko aus. Daran gibt es aus wissenschaftlicher Sicht keine Zweifel. Die Wissenschaftler entdecken immer weitere und kompliziertere Zusammenhänge zwischen unserer Ernährung und der Gesundheit eines Menschen.

Jahrelang wurden Antioxidanzien wie Vitamine zur Krebsprävention hochgepriesen. Doch viele Studien haben das gegenteil einer hochdosierten Vitaminzufuhr bewiesen., z.B. Betacarotin wurde als Radikalfänger für Raucher empfohlen. Nun sollen diese lieber nicht zuviel davon zu sich nehmen, da das Lungenkrebsrisiko damit sogar noch steigt.

Vielmehr zählt zur Krebsprävention: nur wenig rotes Fleisch essen, das Körpergewicht kontrollieren, kein oder höchstens moderat Alkohol trinken, viel Obst und Gemüse sowie Ballaststoffe verzehren.

Der WCRF-Report 2007 empfiehlt zur Krebsprävention:

  • Das Körpergewicht sollte innerhalb der normalen Grenzen so gering wie möglich sein und der Body-Mass-Index (BMI ) zwischen 21 und 23 liegen.
  • Körperliche Aktivität sollte ein Teil des täglichen Lebens sein. Es wird empfohlen, mindestens 30 Minuten täglich moderat körperlich aktiv zu sein, vergleichbar mit schnellem Gehen.
  • Energiedichte Lebensmittel wie zuckerhaltige Limonaden und Fast Food sind zu meiden.
  • Täglich sollten insgesamt mindestens 600 Gramm Obst und nicht stärkehaltiges Gemüse konsumiert werden. Die Ballaststoffaufnahme sollte mindestens 25 Gramm betragen.
  • Der Konsum von rotem Fleisch sollte auf 300, der Fleischkonsum insgesamt auf höchstens 500 Gramm pro Woche beschränkt werden. Weiterverarbeitete Fleischprodukte wie Geräuchertes und Gepökeltes sollten gemieden werden.
  • Männer sollten täglich nicht mehr als zwei alkoholhaltige Drinks (je 10 bis 15 g Ethanol), Frauen höchstens einen Drink zu sich nehmen.
  • Der durchschnittliche Salzkonsum sollte weniger als 5 g (2 g Natrium) pro Tag betragen.
  • Nahrungsmittelergänzungen werden für die Krebsprävention nicht empfohlen.
  • Für Menschen mit bestehender oder vorangegangener Krebserkrankung gelten die gleichen Empfehlungen.

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