Ende der ersten Schweinegrippewelle

impfungIn Bayern geht die Zahl der Patienten, die wegen akuter Atemwegserkrankungen zum Arzt gehen, schon seit zwei Wochen zurück. „Das ist ein zarter Trend.“, sagt die Sprecherin des Robert Koch-Instituts, Susanne Glasmacher, dem „Spiegel“ in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Inzwischen scheint sich die Lage aber auch in den nördlichen Ländern zu entspannen. Die pflegerische Leiterin der Notfallambulanz am Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg, Doris Schrage, sagte: „Vermutlich ist die große Infektionswelle schon vorbei.“

Bis zu 4,8 Millionen Deutsche, darunter Risikogruppen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens, sind inzwischen geimpft. Ein Präparat für die dritte Risikogruppe, die Schwangeren, soll in der kommenden Woche zugelassen werden. An diesem Dienstag wollen die Landesgesundheitsministerien nach Informationen des Magazins beraten, wie dringend sie der gesunden Bevölkerung die Impfspritze empfehlen wollen.

Insbesondere soll es um die Frage von Massenimpfungen in Betrieben gehen. Schon jetzt rechnen die Länder damit, auf einem erheblichen Teil der 50 Millionen Impfdosen sitzen zu bleiben. „Wir wollen jetzt beim Hersteller Glaxo-SmithKline ausloten, ob wir wirklich alle Dosen abnehmen müssen“, sagt ein mit den Vertragsverhandlungen vertrauter Ministerialer dem Spiegel. Auch hätten ein halbes Dutzend Staaten, darunter die Ukraine, Interesse am deutschen Impfstoff angemeldet.

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