Ein und derselbe Mann: links übergewichtig - rechts normalgewichtig.

Ernährungsumstellung: Eine Lebensveränderung!

Stefan hat freundliche grüne Augen und ein sympathisches Lächeln. Davon nimmt jedoch kaum jemand Notiz. Zu aufdringlich sind seine überflüssigen Kilo. Sein Schicksal teilen mehr als die Hälfte aller deutschen Männer Mitte 30. Wir wollten wissen, wie man sich wieder in die Gruppe der Normalgewichtigen zurückmanövrieren kann.

Ein und derselbe Mann: links übergewichtig - rechts normalgewichtig.

Wer Mitte 30 normalgewichtig ist, gehört einer seltenen Spezies an.

Normalgewicht: Ein seltenes Gut in Deutschland

Mit ölig-glänzenden Muskeln und verschwitzten Körper blicken Unterwäsche-Männermodels von Plakaten auf uns herab. Frauen packt das Entzücken, Männer der blanke Neid. Fest steht nämlich, dass der Bierbauch bei deutschen Männern Mitte 30 weitaus verbreiteter ist als ein Sixpack à la Til Schweiger. Normalgewichtige Männer ab 35 sind eher die Ausnahme als die Regel. 67 Prozent der erwachsenen Männer sind übergewichtig, 23 Prozent adipös. Das geht aus dem Bericht der deutschen Gesellschaft für Ernährung hervor.

Wer will schon Wasser, wenn es auch Bier gibt?

Diese Zahlen schockieren zwar, sie vermögen aber nicht darzustellen, wie man sich fühlt, wenn Jahr für Jahr die Kleidung zu eng wird, man mit dem eigenen Körper auf Kriegsfuß steht und sich immer unzufriedener fühlt. Stefan weiß das. Immer wieder hat er probiert, auf gesunde Weise abzunehmen. Aber eine Ernährungsumstellung klappt eben nicht so leicht. Dass das Problem meist nicht am ungewohnten Essen liegt, weiß er. „Ich esse gerne Gemüse und Obst. Achte auf die Qualität der Lebensmittel und bereite Speisen frisch zu. Das ist keine Herausforderung für mich„, berichtet der 34-Jährige. „Viel schwerer fällt es mir, in geselligen Runden auf Alkohol zu verzichten. Ich will kein Mineralwasser trinken, während meine Freunde ein Bier nach dem anderen bestellen.

Partypeople stoßen mit Bier an

Salat statt Burger ist ja noch zu verkraften. Doch wenn’s ums Feiern mit Alkohol geht, bricht der eiserne Wille. Genau hier müssen Therapien ansetzen und mentale Stützen zur Verfügung stellen.

Ernährungsumstellung bedeutet Verhaltensmuster durchbrechen

Stefan spricht das Kernproblem des erfolglosen Abnehmens an. Der Verlust von Gewohnheit fordert all unsere Willenskraft. Es sind die strikten Verhaltensänderungen, die uns immer wieder missglücken. Viele unserer Verhaltensmuster sind unterbewusst gespeichert. Beim Zähneputzen beispielsweise denken wir nicht darüber nach, wie man richtig putzt, wir tun es einfach. Beim Essen ist es ähnlich. Deshalb sollte man den Geist bzw. das Unterbewusste nie außer Acht lassen. Genaue Selbstbeobachtung, sich Zeit geben und alles möglichst stress- und wertfrei betrachten, ist wichtig, um alte Muster zu durchbrechen. Dass Stefan weiß, dass das Feiern mit Freunden seinem Ziel nicht gut tut, kann ihm helfen. Künftig könnte er in schwierigen Phasen Partys meiden. Statt zu feiern, verabredet er sich mit seinen Freunden zum Sport. Manchmal schafft man tiefgreifende Verhaltensänderungen aber nicht aus eigener Kraft. Was dann?

Wer oder was hilft?

Bei gesunder Gewichtsreduktion lautet das Ziel nicht „Nimm ab!“, sondern „Ändere dein Verhalten!“. Dabei kann Hypnose helfen. Während der hypnotischen Trance werden Blockaden gelöst und neue Verhaltensmuster gefestigt. Eine Studie der Universität Tübingen hat sogar ergeben, dass Probanden, deren Gewichtsreduktionstherapie aus psychologisch betreuter Verhaltenstherapie und Hypnose bestand, bessere und langfristigere Abnehmerfolge verbuchen konnten als Probanden, die keine Hypnose erhalten haben. Ob mit oder ohne Hypnose, wenn Sie ernsthaft abnehmen wollen, sollten Sie ein Gespräch mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin vereinbaren. Er / Sie wird Sie über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten in Ihrer Nähe beraten.

Bild 1: Ollyy / Shutterstock.com ; Bild 2: Deborah Kolb /Shutterstock.com

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