Erster Deutscher Männergesundheitsbericht

Der erste Deutsche Männergesundheitsbericht bringt es ans Licht.

Männer sind kränker, als sie zugeben mögen, denn sie treiben häufig Raubbau mit der eigenen Gesundheit, da dies angeblich männlich sein soll.

Tatsächlich aber sind Männer häufiger von Depressionen und schweren Krankheiten betroffen als Frauen, wobei letzteres der Tatsache zu schulden sein kann, dass Männer generell nicht viel davon halten, Vorsorgeuntersuchungen wahr zu nehmen.

Männer sind keinesfalls „Gesundheitsidioten“, wie Matthias Stiehler von der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit bei der Präsentation des ersten Deutschen Männergesundheitsberichts in Berlin betonte.

Vielmehr unterliegt das sensible starke Geschlecht stark dem Zwang der Gesellschaft, die davon ausgeht, dass ein Mann erst dann krank ist, wenn ihn massive körperliche Symptome plagen.

Männer stressen sich im Beruf, rauchen und trinken, ernähren sich ungesund und gehen generell nicht gerade pfleglich mit ihrem Körper um. Auch dieses Verhalten ist dem Bild des Mannes in der Gesellschaft geschuldet.

Zwar ist die Zahl von diagnostizierten Depressionen bei Männern deutlich geringer, als bei weiblichen Patienten, die Zahl der Suizide allerdings übersteigt die der Frauen um mindestens das Dreifache. Daher kann davon ausgegangen werden, dass die Dunkelziffer der männlichen Depressionen weit höher ist, als bisher angenommen, da die Gemütskrankheit der wichtigste Risikofaktor von Selbstmord ist.

Dabei ist der Gang zum Arzt für Jungen durchaus kein Tabu. Bis zum 14. Lebensjahr suchen durchschnittlich mehr Jungen als Mädchen in einen Arzt auf. Dann allerdings sind Männer weit weniger in Arztpraxen anzutreffen als Frauen. Erst ab einem Alter von etwa 60 Jahren nehmen wieder fast genauso viele Männer wie Frauen ärztliche Hilfe in Anspruch.

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