Essen mit Klimaschutz

kuhHätten Sie es gewusst ? Die weltweite Tierproduktion ist insgesamt für 18 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich.

Ich glaube, dass jeder Einzelne bei sich daheim anfangen muss an die Umwelt und das Klima zu denken. Wer es sich leisten kann, verbaut in seinem Heim Solarenergie oder kauft klimafreundliche ernegiesparende Endgeräte.

Doch auch beim Lebensmitteleinkauf kann man ein wenig an das Klima denken. Jetzt beim Einkauf zu Weihnachten sieht man die Fülle die ein Europäer kaufen kann:
Weintrauben aus Südafrika, Äpfel aus Argentinien, Kiwi und Lammfleisch aus Neuseeland. Doch bedenken Sie: Für ein Kilo Weintrauben werden über vier Liter Kerosin verflogen, das macht 9,7 Kilo CO2, die in die Atmosphäre gehen.

Mit dem Flugzeug transportiertes Obst und Gemüse belastet unser Klima 80-mal so stark wie Schiffstransporte und 300-mal mehr als Früchte aus der Region!

Aber: Regionale Lebensmittel schneiden nicht deswegen ökologisch besser ab weil sie regional angebaut werden. So zeigt Kopfsalat im Winter aus Spanien eine bessere Klimagas- und Energiebilanz als ein regional im beheizten Gewächshaus produzierter Kopfsalat.

Die wichtigste Einflussgröße ist in jedem Fall jedoch der Verbraucher selbst. Sein Einkaufs- und Konsumverhalten entscheiden maßgeblich über den ökologischen Rucksack der Lebensmittel: Fährt er ausschließlich zum Kauf des Lebensmittels mit dem Auto zum Handel, spielt die eigentliche Produktion des Lebensmittels nur noch eine untergeordnete Rolle. Damit macht er letztlich alle Vorteile einer ökologisch sinnvollen Erzeugung wieder zunichte.

Deutlich vorteilhafter sind Großeinkäufe mit reduzierten Fahrtwegen, z. B. durch kleine Umwege bei sowieso geplanten Fahrten bzw. Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Kauft er dann noch regionale Lebensmittel aus saisonaler Produktion, ist er in der Regel in Bezug auf die Ressourcenschonung und Klimaschutz auf der sicheren Seite.

Die Projektergebnisse des Institut für Energie- und Umweltforschung sind als Download verfügbar:

  • Studie „Ökologische Optimierung regional erzeugter Lebensmittel: Energie- und Klimagasbilanzen“ (60 S., 680 kB)
  • Kurzfassung (2 S., 58 kB)

Quelle: Institut für Energie-  und Umweltforschung  Heidelberg GmbH, www.ifeu.de

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