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Fitness extrem für den Waschbrettbauch?

Freeletics klingt irgendwie nach Fun-Sport. Dass es sich jedoch weniger um Fun, als um effektives, ja sogar richtig hartes Training handelt, merkt man schon nach der ersten Trainingseinheit. Hinter dem Trend-Begriff Freeletics verbirgt sich das Training mit eigenem Körpergewicht, jedoch nicht gemächlich, sondern mit voller Power. Das Ziel: Bis an seine Grenzen gehen und den Körper in kurzer Zeit optimieren. Aber verhelfen einem 100 Kniebeugen in fünf Minuten wirklich zum Traumkörper?

  • Das eigene Körpergewicht nutzen

Seit einiger Zeit stolpert man in den sozialen Netzwerken immer wieder über einen Begriff: Freeletics. Auf YouTube laden vor allem Männer ihre Freeletics-Erfolge hoch. Dabei verbirgt sich hinter der ominösen Bezeichnung kein Diät-Shake oder teures Personal-Training, sondern ein „einfaches“ Fitnessprogramm ohne viel Firlefanz. Entwickelt wurde es von Münchner Fitnessenthusiasten in Zusammenarbeit mit Kölner Sportwissenschaftlern. Der Aufbau der Übungen mag dabei zwar einfach sein, sie zu absolvieren jedoch nicht. Wie bei HIIT sind die Workouts von Freeletics hochintensiv und sollen den Körper bis an seine Grenzen treiben. Geräte sind nicht notwendig, es reicht das eigene Körpergewicht. Die Übungen tragen dabei alle Namen griechischer Götter, was einem vermutlich heroische Gefühle verleihen soll, wenn man nach 200 Liegestützen mit hochrotem Kopf am Boden liegt.

  • Max und Workouts

Bei Freeletics gibt es zwei Trainingstypen. Die klassischen Workouts bestehen aus Übungen, die in vorgegebener Anzahl und nach einer bestimmten Reihenfolge absolviert werden müssen, zum Beispiel 50 Liegestütze, dann 50 Kniebeugen und 50 Sit-ups. Das Ganze wird ohne Pause durchgeführt und auf Zeit. Ziel ist es, die Übungen so schnell wie möglich zu absolvieren.
Beim Trainingstyp Max steht die Zeit fest und die Übungen müssen so oft wiederholt werden bis die Uhr einen erlöst.

  • Erfolge messen

Freeletics will dem „Frei“ im Namen gerecht werden und ist an keinen Standort gebunden. Für alle, die das Trainingsprogramm in Anspruch nehmen wollen, gibt es eine App zum Herunterladen für iOS und Android mit den einzelnen Übungen. Rund 500000 Nutzer sollen die App schon auf ihrem Smartphone haben. Auf der offiziellen Webseite von Freeletics wird auch ein 15-wöchiges Coaching angeboten, ebenfalls alles per Internetverbindung abrufbar. Die Workouts sind kostenlos, für Trainings- und Ernährungspläne muss man zahlen. 39,90 Euro kosten 15 Wochen Extrem-Fitness unter Anleitung. Dass sich das durchaus lohnen kann, zeigt dieser Freeletics-Erfahrungsbericht auf sport-attack.org. Todesmutig hat der Autor 4 Monate strukturiertes Training absolviert, mit dem Ergebnis: mehr Muskelmasse, positive Stimmung dank Outdoor-Training und eine bessere anaerobe Ausdauer (gut für das Herz). Der Clou der Freeletics Trainingsplans: Für jedes absolvierte Workout erhält man Punkte, da man die Ergebnisse per App abschickt. Je mehr Punkte man hat, desto höher das eigene Level. Das motiviert umso mehr auch wirklich nach draußen zu gehen und die ein oder andere Kniebeuge mehr zu machen, vor allem da man seine Ergebnisse auch mit den Freeletics-Kumpels teilen kann.

  • Fazit: Ehrlicher Sport ohne viel Schnickschnack

Freeletics nimmt bekannte und bewährte Fitnessübungen und verpackt das Training neu. Was Freeletics jedoch vom gemütlichen Kniebeugen absolvieren im Park unterscheidet sind die App und die Trainingspläne, denn mit deren Hilfe und dem Punktesystem bleibt man motiviert und erlebt schnell Erfolge. Voraussetzung: Sie sind bereit an Ihre Grenzen zu gehen. Belohnt wird das Ganze dann im besten Fall mit einem gestählten Körper und mehr Ausdauer. Besonders jetzt, wo die Temperaturen wieder wärmer werden, ist die ideale Zeit, um mit Freeletics zu starten. Alles was Sie brauchen: Ihren Körper und ordentlich Motivation, das Beste aus ihm heraus zu holen.

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