Fragen und Antworten zum Atomunfall

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat Fragen und Antworten zu den aktuellen Ereignissen in Japan zusammengestellt.

Zusammengefasst kann man sagen:

  • Für Europa und Deutschland sind derzeit keine Strahlenschutzmaßnahmen erforderlich.(Stand 16.3.2011)
    Aufgrund der großen Entfernung zu Japan ist in Deutschland allenfalls mit Auswirkungen zu rechnen, die nur Bruchteile der hiesigen natürlichen Strahlenexposition ausmachen.
  • Lebensmittel aus den vom Reaktorunfall in Japan betroffen Regionen wurden bislang nicht nach Europa importiert.
  • Lebensmittel, die in Europa auf den Markt gebracht werden, werden immer auf Radioaktivität untersucht.
  • Es gibt keinen Grund für die Menschen in Deutschland, Jodtabletten zu sich zu nehmen. Die Einnahme von Jodtabletten kommt nur als Notfallmaßnahme für Menschen in direkter Umgebung eines akut bedrohten Kernkraftwerks in Frage. Das Bundesumweltministerium hat hierzu eine automatische Bandansage unter der Rufnummer 0228 99 305-3456 geschaltet.

In Deutschland betreibt das BfS auf dem Schauinsland im Südschwarzwald ein hochempfindliches Messlabor, das als Frühwarnsystem fungiert. Es hatte sogar Alarm geschlagen, als in einem europäischen Land eine medizinisches Gerät mit wenig Strahlung nicht fachgerecht entsorgt wurde.

Diese Messtelle ist die empfindlichete in ganz Europa und wird in den kommenden Wochen die ersten Ergebnisse liefern.

Bitte beachten Sie: Die angegebenen Daten dokumentieren den jeweiligen Stand der Meldung. Da sich die Informationslage ändern kann, können einzelne Informationen in dem Artikel nicht mehr aktuell sein.

Weblinks:

  • Information des Bundesumweltministeriums zu möglichen Auswirkungen eines Kernkraftwerkunfalls in Japan
  • Information zur möglichen Kontamination von Fischen und Meerwasserpflanzen als Folge des Reaktorunglücks in Japan (Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei)

 

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