Gen Therapie gegen AIDS

Neue Hoffnung für Patienten, die an der tödlichen Immunschwäche Krankheit AIDS erkrankt sind.

Amerikanische Wissenschaftler haben möglicherweise eine Therapie entdeckt, die durch genetisch veränderte T Zellen das Immunsystem so weit wieder herstellt, dass durch das HI Virus infizierte Patienten ohne eine AIDS Medikation auskommen könnten.

Weltweit gibt es einige wenige Menschen, die immun sind gegen das AIDS auslösende HI Virus. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass diese Menschen über besondere T Zellen im Blut verfügen, die ihnen die Immunität geben.

Amerikanische Wissenschaftler starteten einen Versuch, eben diese natürliche Immunität mit Hilfe der Gen Technik nachzuahmen. Dazu filterten sie aus dem Blut von sechs mit dem HI Virus infizierten Männern die T Zellen heraus. Anschließend wurden diese im Labor modifiziert nach dem Vorbild der gegen den Virus resistenten Zellen.

Diese veränderten T Zellen wurden den Teilnehmern der Studie wieder in das Blut injiziert. Nach drei Monaten zeigten sich bereits erste Ergebnisse. Die T Zellen im Blut zeigten eine Resistenz gegen das HI Virus. Eine zweite Kontrolluntersuchung fand nach einem Jahr statt. In diesem Zeitraum wuchsen die veränderten T Zellen eigenständig weiter. Sie waren dabei auch in dem Gewebe nachweisbar, in welchem sich das HI Virus sammelt. Dies gibt den Forschern neue Hoffnungen, eine Heilmethode zu entwickeln.

Bisher ist erst ein einziger mit dem HI Virus infizierter Mensch geheilt worden. Der Amerikaner Timothy Ray Brown war im Jahr 2007 an der Berliner Charité behandelt worden, da er an AIDS und Blutkrebs erkrankt war. Dabei waren zum erstem Mal Stammzellen eines gegen das HI Virus immunen Spenders verwendet worden. Nach der Behandlung war Timothy Ray Brown sowohl von seiner Blutkrebs, als auch von seiner AIDS Erkrankung geheilt.

Die amerikanischen Forscher allerdings schränken ein, dass es noch einer Vielzahl weiter gehender Forschungen bedarf, ehe eine flächendeckende Therapie gegen AIDS in greifbare Nähe gerückt ist.

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