Kaffee - Liebling der Deutschen | © panthermedia.net / photofriday

Gesund oder schädlich? Das Rätsel um den Kaffeekonsum

Wir Deutschen lieben Kaffee. Doch ob dieser nun die Gesundheit fördert oder ihr doch eher Schaden zufügt, ist seit langem umstritten. Mehr als drei Tassen seien ungesund, wiederum soll er vor Herzinfarkt schützen und Krebs vorbeugen. Doch was ist dran an diesen Mythen? Wir haben sie mal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Liebling der Deutschen

Fakt ist: Kaffee gehört zu den beliebtesten nichtalkoholischen Genussmitteln in Deutschland. Wie im „Kaffeereport 2013“ deutlich wurde, trinken die Deutschen in jeder Sekunde 2315 Tassen des beliebten Heißgetränks. Für viele kann der Tag ohne eine heiße, frisch gebrühte Tasse Kaffee am Morgen nicht beginnen. Doch trotzdem halten viele den Genuss des schwarzen Goldes für ein Laster: Er soll den Blutdruck erhöhen, schlecht für das Herz sein und dem Körper Flüssigkeit entziehen.

Wirklich so schlecht?

Koffein ist eigentlich ein Insektengift. Die Kaffeepflanze bildet ihn als Abwehrmechanismus vor Insektenfraß und schützt so ihre Keimlinge. Doch wir lieben den Stoff in Form von Kaffee aufgrund seiner aufputschenden Wirkung, wirklich giftig ist er für uns Menschen kaum. Was jedoch bewiesen ist: durch den Konsum von Koffein wird im Körper die Produktion des Stresshormons Adrenalin angeregt, welches naturgemäß ausgeschüttet wird, wenn unser Körper denkt, dass wir uns in Gefahr oder bedroht fühlen. Gleichzeitig wird das beruhigend wirkende Hormon Serotonin reduziert. Die Folgen: Anstieg der Herzfrequenz, des Blutdrucks und des Muskeltonus.

Doch ernstzunehmende Vergiftungserscheinungen, die bei einem Erwachsenen sogar zum Tode führen könnten, liegen bei etwa zehn Gramm – das entspricht einer Menge von etwa 333 Espressi (Quelle Spiegel.de). Bei normalem Konsum können jedoch schon mal leichte Symptome wie Schlaflosigkeit, Unruhe oder Herzrasen auftreten.

Die Menge macht‘s

Wie viel Kaffee man allerdings verträgt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Während manche bereits nach ein paar Schlücken mit Überempfindlichkeitssymptomen wie starke Nervosität oder gar Panikattacken reagieren, können andere sich die beliebte braune Flüssigkeit literweise einverleiben. Hierbei macht auch die Menge des Koffeinkonsums einen entscheidenden Unterschied, da der Körper sich an den Stoff gewöhnt und so auf Dauer immer mehr davon benötigt, um den gleichen aufputschenden Effekt zu erzielen.

Bereits innerhalb von zwei Wochen kann bei besonders hohem Kaffee-  bzw. Koffeinkonsum eine Abhängigkeit entstehen. Und die Entzugserscheinungen haben es oftmals in sich: depressive Verstimmungen, Schwierigkeiten bei der Konzentration bis hin zu Muskelschmerzen sind möglicherweise die Folge.

Gute Nachrichten für Kaffeeliebhaber

Doch hört man auf die neuesten Aussagen verschiedener Experten, hat Kaffee auch durchaus gesundheitsfördernde Eigenschaften. So ist etwa der Mythos, Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit, längst wiederlegt. Aufgrund seines harntreibenden Effekts galt er lange als Flüssigkeitsräuber, allerdings sind die Nieren, wie man nun heute weiß, in der Lage, dies auszugleichen. Außerdem besteht Kaffee zu 98 Prozent aus Wasser und kann daher ruhig zur Flüssigkeitsbilanz hinzugezählt werden. Laut einer neuesten Studie, über die der Kaffee-Partner-Blog berichtete, macht Kaffee angeblich sogar schlau. Und dass Kaffeegenuss Aufmerksamkeit, Konzentration und logisches Denken fördert, ist für die Leistungsfähigkeit ebenfalls äußerst förderlich.

Jung- und Gesundbrunnen

Kaffee macht schön – auch da ist was dran! Er enthält sogenannte Polyphenole, welchen eine antioxidative Wirkung zugeschrieben wird. Diese Antioxidantien fangen freie Radikale ab, die wiederum für unterschiedliche Alterungsprozesse im Körper verantwortlich sind.  Neben Obst und Gemüse zählt Kaffee zu einer besonders reichen Quelle an Polyphenolen. Zusätzlich kann Kaffee wohl helfen, Diabetes vorzubeugen. Der in der Bohne enthaltene Stoff Chlorogensäure soll den Körper unterstützen, den Insulin und- Zuckerstoffwechsel zu korrigieren. Wer also gern Kaffee trinkt und ihn auch verträgt, muss sich nicht allzu viele Gedanken über negative Auswirkungen machen. Der Kaffeekonsum in Maßen kann doch auch etwas Gutes haben.

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