In Rente mit 63

Während derzeit immer noch heftig über eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit und ein Renteneintrittsalter von 67 Jahren diskutiert wird, präsentiert der neue Alterssurvey die neusten Zahlen.

Demnach ist das Renteneintrittsalter gestiegen. Im Jahr 2008 lag es bei durchschnittlich 63 Jahren.

Am Mittwoch, den 8. September, stellte Familienministerin Kristina Schröder den aktuellen „Deutschen Alterssurvey“ vor. Laut der Zahlen lag das Renteneintrittsalter bei durchschnittlich 63 Jahren, was einen Anstieg um 12 Monate seit dem Jahr 2002 entspricht. Der Anteil der Erwerbstätigen über 60 Jahren stieg demnach von 20 Prozent auf 33 Prozent binnen der letzten acht Jahre.

Für den „Alterssurvey, der vom Familienministerium in Auftrag gegeben wird, werden die Lebensumstände von Menschen in der zweiten Lebenshälfte, also im Alter von 40 bis 85 Jahren, untersucht.

Alle sechs Jahre, erstmalig im Jahr 1996, werden die Daten für den Alterssurvey erhoben. Für den aktuellen Bericht wurden im Jahr 2008 zum inzwischen dritten Mal 14.100 Männer und Frauen über 40 Jahren befragt.

Die Erhöhung der Lebensarbeitszeit resultiert laut des Alterssurvey hauptsächlich aus der Zunahme der Altersteilzeit. Immer mehr Erwerbstätige machen von ihr Gebrauch. Im Jahr 2008 nutzten mehr als ein Fünftel der Erwerbstätigen diesen Ausstieg aus dem Berufsleben.

Dabei wählte die Mehrheit von ihnen nicht den sukzessiven Ausstieg, sondern das sogenannte Blockmodell. Hierbei teilt sich die Altersteilzeit in zwei Blocks auf. In der ersten Hälfte wird bei voller Stundenzahl gearbeitet, wodurch der Erwerbstätige dann in der zweiten Hälfte der Altersteilzeit komplett aus dem Berufsleben freigestellt ist.

Allerdings machen die Zahlen des Alterssurvey auch deutlich, dass die freie Zeit nach dem Ausstieg aus dem Erwerbsleben nur von 30 Prozent der 70 bis 85 jährigen für ehrenamtliches Engagement genutzt wird.

Bild: C. Breßler / Statistisches Bundesamt Wiesbaden

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