Ironators Tipp: Zauberwort Regeneration

Anti Aging mit Hubert Hammerl, Teil 10

Zauberwort Regeneration

Ein jeder Sportwillige fängt einmal bei „Null“ an. Training folgt auf Training und Schritt für Schritt arbeitet man sich auf ein immer höheres Leistungsniveau.

In einem Wechselspiel aus Belastung und Regeneration wird der Körper ständig dazu gezwungen, sich den erhöhten Anforderungen anzupassen.

Nach jeder Trainingseinheit befindet sich der Körper auf einem niedrigeren Leistungsniveau als davor. Sonst könnte man ja rund um die Uhr trainieren, sieben Tage die Woche. Entscheidend dafür, wie gut sich dabei die eigene Leistungsfähigkeit entwickelt, ist nicht das Training sondern die Regeneration.

Setzt man seinen Trainingsreiz nun zu früh, wird man schlechter anstatt besser. Setzt man ihn zu spät, verwirkt sich der positive Effekt und es kommt zu keinem Leistungszuwachs.

Warum sind Ruhephasen (Regeneration) so wichtig? Warum kann man nicht immer mit „Vollgas“ trainieren?

Während der Phase der Belastung werden körperliche und geistige Energien verbraucht. Durch Training wird Muskelsubstanz zerstört. Regeneration bedeutet den Abbau von zerstörter Muskelsubstanz mit einem nachfolgenden Wiederaufbau. Die Energien werden in den Phasen der Entlastung wieder aufgebaut. Dieses Wissen um die Bedeutung der Ruhephasen ist wichtig – vor allem soll ein Gesundheitstraining nicht zusätzlichen Stress verursachen.

Viele Hobby- und Freizeitsportler trainieren zu viel, setzen die Trainingsreize falsch und sind oft verbissener als so mancher Profisportler, der damit seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Wer neben einer normalen Arbeitswoche und der Familie wie ein Berufssportler trainiert, darf nicht erwarten – was aber sehr viele tun – im Wettkampf ebenso erfolgreich zu sein. Man kann fehlende Trainingseinheiten nicht am Wochenende kompensieren.

Auch wer sein geplantes Trainingspensum in der ersten Wochenhälfte, aus welchem Grund auch immer, nicht erreicht hat, kann das in der zweiten Wochenhälfte nicht wieder einholen.

Die Gefahr ins Übertraining zu kommen ist zu groß. Das Gleiche gilt nach einer Krankheit oder auch schon nach einer leichten Verkühlung. Hier gilt es besonders mit dem Training wieder langsam zu beginnen, um nicht einen möglichen Rückfall zu riskieren. Auch Profisportler machen immer wieder den Fehler, zu früh mit dem Training zu starten.

Nach einem intensiven (Kraft-) Training sollten 48 Stunden zwischen zwei Einheiten verstreichen, denn in dieser Zeit gewinnt die Muskulatur neue Kraft und erweitert ihre Energiespeicher. Ohne Trainingspausen stagniert das Muskelwachstum, die Muskulatur kann sich sogar zurückbilden.

Welchen einfachen Maßnahmen man setzen kann um besser zu regenerieren, finden Sie in der nächsten Ausgabe.

Benötigen Sie einen persönlichen TRAININGSPLAN oder sogar einen PERSONAL TRAINER? Oder suchen Sie für Ihren Vereine oder Ihr Unternehmen einen REFERENTEN?

Hubert Hammerl findet neben der Herausforderung Ironman die Zeit, sein über viele Jahre erworbenes und gelebtes Wissen in seinen Vorträgen, Seminaren und Publikationen weiterzugeben.

Schreiben Sie dem Profi Hubert Hammerl an info@huberthammerl.com und besuchen Sie seine Seite auf www.huberthammerl.com

Zum Autor:

Hubert Hammerl wurde in Graz (Österreich) geboren. Der Spezialist für Triathlon in der Ironman-Distanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen) ist seit dem Jahr 2000 Profi.

Seine sportliche Karriere begann er als Schwimmer in Graz. Von 1987 bis 1997 spielte er Wasserball und wurde mit dem WBC-Tirol auch Österreichischer Staatsmeister.

Seinen ersten Triathlon absolvierte er 1995.

2004 nahm Hammerl an der Österreich-Radrundfahrt teil und beendete sie als erster Triathlet. Im Jahr 2005 erreichte er beim Ironman Korea den 2. Rang.

1999, 2000, 2005, 2006 und 2007 startete er beim Ironman Hawaii.

Hubert Hammerl lebt und trainiert in Jena, 2006 wurde er dort zum Sportler des Jahres gewählt.

Bis Ende 2009 konnte Hubert Hammerl 35 Langdistanz-Wettkämpfe erfolgreich beenden und war neun Mal in den Top-10.

Als Profisportler ist er auch Vorbild für die Jugend und hat mit seiner Initiative und dem Verein „Kinder fitter machen“ – jenAKTIV® e.V. gesellschaftspolitische Verantwortung übernommen.

Mehr auf www.huberthammerl.com

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