Kahlschlag auf dem Kopf – was nun?

Der kritische Blick in den Spiegel lässt nichts Gutes erahnen, auch die vermehrten Haare auf dem Kopfkissen sind ein ungutes Zeichen und dann auch noch der kurze Blick der eigenen Frau aufs Haupthaar! Ab Anfang 40 geht es plötzlich Berg ab, zumindest was die Haare auf dem Kopf betrifft. Hier wird es immer lichter und unschöne Begriffe wie Geheimratsecken, „Heiligenschein“ oder noch viel schlimmer GLATZE machen sich breit in unserem Wortschatz. Ist da wirklich kein Kraut dagegen gewachsen?

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Kahle Stellen machen beim Blick in den Spiegel schwer zu schaffen.

100 Haare am Tag sind ok!

Das war lange unser Mantra, denn jeder Mensch verliert normalerweise rund 100 Haare pro Tag. Das liegt an den unterschiedlichen Wachstumsphasen eben dieser und ist kein Grund zur Sorge. Altersbedingt wird das aber vor allem bei Männern mehr und mehr, bis sich erste lichte Stellen bilden. Ist keine Erkrankung oder Nährstoffmangel die Ursache für Haarausfall (kann nur ein Arzt abklären!), dann kann gegen den altersbedingten Haarausfall auch kaum etwas getan werden. Ab 45 Jahren trifft das im Übrigen die meisten Männer, denn dann haben nur noch rund 25 Prozent volles Haar!

Gänzlich verhindern leider unmöglich

Dieser altersbedingte Haarausfall ist kaum zu verhindern. Er lässt sich zwar durch gesunde Ernährung und eventuell auch das eine oder andere kosmetische Mittel ein wenig strecken und kaschieren, mehr leider nicht. Manche Männer greifen deshalb zum Gegenangriff und scheren sich direkt eine Glatze. Alternativ bleibt sonst der Gang zum Schönheitschirurg. Bei einer Haartransplantation wird dann Eigenhaar auf den Kopf verpflanzt.

Haartransplantation: Vom Bein auf den Kopf?

Bei den modernen Verfahren der Haartransplantation von Eigenhaaren lassen sich zwei unterschiedliche Methoden anwenden: FUT- und FUE-Technik. Bei erster werden die Haare aus dem Hinterkopfbereich verwendet, um weiter vorne „eingepflanzt“ zu werden. Bei der FUE Methode hingegen werden auch andere Körperhaare verwendet. Beide Methoden zielen darauf ab, dass pro Zentimeter wieder rund 140 Haare wachsen. Für diese Prozedur muss Mann zwischen 4 und 6 Stunden in den OP. Danach sind dann aber Geheimratsecken oder lichte Stellen passé. Der Kostenpunkt ist dabei stark von der Menge der zu verpflanzenden Haare abhängig: je Größer die Stelle, desto teurer wird es.

Bild: Adem Demir, shutterstock.com

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