Kapsel-Kaffee ist schädlicher als Filterkaffee

Kapsel-Kaffee ist schädlicher als Filterkaffee

In den letzten Jahren sind zunehmend moderne Kaffeemaschinen auf dem Markt gekommen. Diese bereiten den Kaffee mittels Portionskapseln zu.

Aber diese Herstellungsart produziert mehr potenzielles krebserregendes Furan als herkömmliche Kaffeezubereitung. Spanische Forscher der Universität von Barcelona erbrachten kürzlich diese Erkenntnis.

Sie betonen zwar, dass die nachgewiesenen Werte noch ungefährlich für den menschlichen Körper sind, aber Furan dennoch zu den krebserregenden Stoffen gehört. Ähnlich wie Acrylamid gehört Furan zu den kanzerogenen Stoffen. Diese Stoffe entstehen bei starken Erhitzen von Getränken und Lebensmitteln.

Bei Tierversuchen konnte diese Substanz eindeutig mit bösartigen Tumoren in Verbindung gebracht werden. Der Nachweis für den Menschen gestaltet sich schwieriger und steht deshalb noch aus.

Die Internationale Krebsforschungsbehörde hat diesen Stoff allerdings sicherheitshalber als potenziell krebserregend eingestuft. Prof. Javier Santos und sein Team haben den Furan Gehalt in den unterschiedlichen Kaffeegetränken analysiert.

Hierzu verwendeten sie Filterkaffeemaschine und Espressomaschinen. Sie zogen sowohl normalen wie auch entkoffeinierten Kaffee zur Untersuchung heran. Aber auch Instant- Kaffee und Kaffee der mit einem Kapselgerät hergestellt wurde. Die Ergebnisse waren eindeutig. Der normale Espresso enthielt 43 bis 146 Nanogramm Furan je Milliliter.

Der herkömmliche Filterkaffee enthielt 20 bis 78 ng/ml. Selbe Werte wurden auch in entkoffeinierten Filterkaffee und Espresso nachgewiesen. Der Instantkaffee hat hingegen sogar noch weniger Furan, er kam auf einen Messwert von 12 bis 35 ng/ml.

Der Kaffee der mittels Kapselgerät zubereitet wurde enthielt den höchsten Messwert. Er kam auf 117 bis 244 ng/ml Furan.

Bezieht man diesen Wert auf den täglichen Durchschnittsverbrauch von Kaffee in Barcelona kommt man auf eine Furanaufnahme von 0.03 bis 0,38 Mikrogramm je Kilo Körpergewicht. Die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen gibt eine maximale Dosis von 1 ug/kg pro Tag an. Spanier trinken allerdings weniger Kaffee als Deutsche, so wird der Grenzwert in Deutschland mit Kapselgeräten schnell erreicht.

Das Furan entsteht durch das Rösten des Kaffees. Hierbei gehen die Aminosäuren mit dem Zucker und dem Wasser eine Verbindung ein. Aber hierbei entsteht das Furan. Furan ist eigentlich leicht flüchtig. Aber aus den dichten Kaffeekapseln kann es nicht entweichen. Furan wird zusammen mit dem Wasser und Druck in die Kaffeetasse gepresst. Hieran lässt sich der erhöhte Messwert bei den Kapselkaffees erklären.

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