Kinesio Tape richtig anbringen | © panthermedia.net /Andriy Popov

Kinesio Tape – was bringt das eigentlich?

Buntes, pflasterartiges Tape – das soll gegen allerlei Wehwehchen helfen und dass auch noch mit Hilfe von verschiedenen Farben. David Beckham hat es quasi salonfähig gemacht; mittlerweile tragen es viele Spitzensportler. Doch was genau ist denn dieses Tape und was bringt es wirklich? Wissenschaftliche Belege gibt es über die Heilwirkung bislang noch nicht. Das muss allerdings noch lang nicht heißen, dass es nicht trotzdem gut tut – mit der Macht des Placebo-Effekts. Wer daran glaubt, dem hilft es auch. Oder steckt mehr dahinter?

Das bunte Klebeband der Sportler

Besonders alt ist das mit dem Kinesio Tape noch nicht: gerade einmal 30 Jahre ist es her, dass der Japaner Kenzo Kase das extrem elastische Klebepflaster erfand. Damit sollen schmerzhafte Erkrankungen an Muskeln oder Sehnen behandelt werden können. Das Klebeband wird wie eine zweite Haut aufgebracht und bewegt sich mit dem Körper mit. Dadurch sollen zum einen die Rezeptoren der Haut stimuliert werden und zum anderen das Blut besser fließen lassen.

Allerdings: nicht alle glauben an die Wirkung der Tapes. Normalerweise wird mit sehr starren Pflastern bei Verletzungen getapet. Die japanischen Tapes sind jedoch atmungsaktiv und äußerst elastisch. Sie sollen das Gewebe unterstützen. Hersteller versprechen, dass dadurch der Schmerz gelindert wird und die Stabilität der Gelenke unterstützt wird. Außerdem soll es auch eine präventive Wirkung haben, damit Verletzungen erst gar nicht zustande kommen. Daneben gibt es ein paar Anhänger, die den Farben eine Bedeutung zuweisen. Vermutlich ist das allerdings nur ein Marketing-Trick.

Wo und wie anwenden?

Kinesio Tape für den Sport | © panthermedia.net /spotpoint74

Kinesio Tape für den Sport | © panthermedia.net /spotpoint74

Wer die Sporttapes anwenden will: hier können die K-Active Tapes gekauft werden. Besser ist es allerdings, wenn man vorher zu einem Sportmediziner geht und Verletzungen abklären lässt. Mittlerweile gibt es auch viele Ärzte und Physiotherapeuten, die sich mit dem Tapen auskennen. Sie können besser und gezielt damit umgehen.

2 comments on «Kinesio Tape – was bringt das eigentlich?»

  1. Ulrich Kram sagt:

    Also – da beginne ich doch erstmal mit dem Ende… Die ursprünglichen K-Tapes waren Hautfarben. Wer behauptet, dass die kreuz und quer angebrachten farbigen Tapes aufgrund der Farbe eine besondere Wirkung erzielen, der arbetet therapeutisch sicherlich auch mit einer Glaskugel auf dem Tisch. Das ist vollkommener Blödsinn!
    Zum Zweiten… Dort wo der Tape klebt, kann nicht effizient massiert werden. Des Weiteren zeigen viele Menschen allergische Reaktionen auf bestimmte Klebstoffe. Und das ein geklebter Streifen den lymphatischen Fluss fördert, ich ebenfalls therapeutischer Unfug.
    Die antiken funktionellen Tapes machen Sinn. Dieser Marketinggag mit den quietschbunten Streifen ist weder wissenschaftlich auf Wirksamkeit getestet, noch können die Arzthelferinnen damit fachlich versiert umgehen!
    Meiner Ulcuspatientin wurde auf die marode Haut solch ein K-Tape geklebt. Auf die ödemastisierte Haut! Zudem hatten sich einige Streifen schon wieder gelöst, als sie wieder zuhause ankam. Einer anderen Pati wurde solch ein Ding auf’s ‚Kreuz‘ geklebt mit dem Hinweis, dass sie sich massieren lassen soll. Da konnte ich den Müll gleich wieder entsorgen.
    Schwachsinn kennt also keine Grenzen.
    Wem das Geklebe mental eine Stütze ist, der soll es auf den Körper kleben. Wenn’s der Seele hilft, dann haben die Streifen ihren Sinn erfüllt.

  2. Ulrich Kram sagt:

    Orthografische Fehler bitte ich zu entschuldigen, bzw. zu korrigieren. Das iPhone ist für solcherlei Texte nicht optimal…

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