Probe vom Schnuller fuer Vaterschaftstest | © panthermedia.net / Stefan Dietrich

Kuckuckskind oder nicht? Ein Vaterschaftstest schafft Klarheit

Europäischen und amerikanischen Statistiken und Schätzungen zufolge soll mittlerweile jedes 5. bis 10. Kind ein Kuckuckskind sein – manche Experten schätzen die Zahl sogar noch höher ein, denn nicht immer wird eine Vaterschaft angefochten oder überhaupt angezweifelt. Wer als Mann allerdings berechtigte Zweifel an der Vaterschaft eines Kindes hat, kann sich Klarheit mit Hilfe eines Vaterschaftstests verschaffen. Dabei gilt es allerdings einige Richtlinien zu beachten. Wir haben hier ein paar Tipps und Informationen für euch zusammengestellt.

Schluss mit der Ungewissheit

Wer ist der Vater? | © panthermedia.net / Thomas Lammeyer

Wer ist der Vater? | © panthermedia.net / Thomas Lammeyer

 

Es gibt vielfältige Gründe einen Vaterschaftstest zu machen, und in der Regel sind diese meistens nicht sehr schön. Aus diesem Grund ist ein Vaterschaftstest für einen Mann schon ein heikles Thema – schließlich hegt er damit auch Zweifel an der Ehrlichkeit seiner Partnerin und stellt somit auch die Ehe oder Beziehung in Frage. Doch die unbeantwortete Frage nach einem möglichen Kuckuckskind kann das Familienleben und den Alltag auf Dauer stark belasten.

Um diese quälende Ungewissheit endlich loszuwerden, kommt irgendwann der Gedanke an einen Vaterschaftstest auf. Doch wie funktioniert das eigentlich genau – und kann ein Vaterschaftstest eigentlich auch ohne Wissen der Mutter durchgeführt werden? Wie hoch sind die Kosten des Vaterschaftstests und wer trägt sie?

Während auf der Fachseite ratgeber-vaterschaftstest.de diese und viele weitere Fragen von der Gesetzeslage bis hin zur Vaterschaftsanfechtung und Vaterschaftsklagen sehr umfassend und ausführlich beantwortet werden, findet ihr hier einen ersten Überblick und wichtige Informationen zum Vaterschaftstest auf einen Blick.

Warum ein Vaterschaftstest?

Unter manchen Lebensumständen kann es passieren, dass sich sowohl die Väter, aber auch die Mütter unsicher sind, wer der biologische Vater des Kindes ist. Wenn diese Situation zu belastend wird, bringt ein Vaterschaftstest Sicherheit in die Abstammungsverhältnisse. Das dient nicht immer nur als Klarheit für den Vater, sondern auch dem Wohle des Kindes, das später auch noch im Erwachsenenalter darunter leiden kann.

Letztendlich können die quälenden Zweifel zu einer Belastungsprobe für die ganze Familie werden. Mit einem Vaterschaftstest kann also nicht nur die Ungewissheit aus dem Weg geräumt werden, sondern auch wieder Vertrauen zwischen den beiden Partnern hergestellt werden – je nachdem, wie der Test abläuft und ausfällt.

Lesetipp: Vaterschaft: Wie es ist, ein Kuckuckskind zu sein

Was muss bei einem Vaterschaftstest beachtet werden?

Durchfuehrung eines Vaterschaftstests | © panthermedia.net / Thomas Simon

Durchfuehrung eines Vaterschaftstests | © panthermedia.net / Thomas Simon

 

Mittlerweile kann ein Vaterschaftstest ziemlich einfach und unkompliziert durchgeführt werden und ist auch in Apotheken erhältlich. Ob diese Tests jedoch sicher sind, ist fraglich. Zudem ist eine heimliche Durchführung eines Vaterschaftstests seit 2009 verboten, kann mit einer Bußstrafe bis zu 5000 Euro bestraft werden und wird vom Gericht nicht anerkannt.

Ein sicherer Vaterschaftstest erfordert bei einem minderjährigen Kind also immer die Einwilligung der Mutter. Gibt die Mutter allerdings nicht ihr Einverständnis, kann der Vater beim Familiengericht einen entsprechenden Antrag stellen. Für einen rechtskräftigen Vaterschaftstest ist es zudem zusätzlich wichtig, dass die Durchführung von einer neutralen und geschulten Person (z. B. ein Arzt) stattfindet, die alles lückenlos dokumentiert.

Wie viel kostet ein Vaterschaftstest?

Die Kosten eines Vaterschaftstests hängen jeweils vom Anbieter und der Durchführung ab. So ist ein einfacher Vaterschaftstest im Internet schon ab ca. 100 Euro erhältlich – das sind allerdings nur die Kosten für die Laboranalyse – vor Gericht würde dieser Test noch nicht ausreichen. Soll ein entsprechendes Gutachten erstellt werden, dass den gesetzlichen Richtlinien entspricht, können sich die Kosten schnell auf 500 bis 1000 Euro belaufen.

Falls ein Vaterschaftstest zur Klärung der Abstammung auf gerichtliche Anordnung erfolgt, muss man mit zusätzlichen Anwalts- und Gerichtskosten rechnen. Deshalb ist es immer besser, sich mit der Mutter – oder bei Volljährigkeit auch mit dem Kind – eine Einigung zu finden. Neben den höheren Kosten dient es auch dem Wohl des Kindes.

Fazit

Beraten lassen | © panthermedia.net / Randolf Berold

Beraten lassen | © panthermedia.net / Randolf Berold

 

Der Gedanke, dass das Kind nicht das eigene sein könnte und die Partnerin einem ein sogenanntes Kuckuckskind in die Beziehung oder Familie gebracht hat, ist sicherlich kein schöner und kann sich auf Dauer sehr belastend auf alle Beteiligten auswirken.

Wenn die Ungewissheit aber nicht mehr auszuhalten ist und nur eine Besserung durch Klarheit in Sicht ist, sollte man sich über die Feststellung der biologischen Abstammung durch einen Vaterschaftstest Gedanken machen. Wir empfehlen dabei, sich von qualifizierten Fachkräften über die Durchführung, Kosten und vor allem auch Konsequenzen beraten zu lassen.

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