Lieber ein Pflänzchen auf dem Balkon, als eine Taube auf dem Dach

Frühlingserwachen! Die Sonne lacht! Bäume grünen und Blumen blühen. In diesen frühlingshaften Tagen finden viele zuhause auf Balkonien oder im Garten die beste und einfachste Entspannung- ist es dort doch am Schönsten. Wie wäre es dazu mit sonnengereiften Tomaten oder leckerem Salat? Wer im Sommer eigenes Gemüse und Kräuter genießen will, sollte nun mit der Vorbereitung beginnen. Doch wie zieht man Samen möglichst erfolgreich zur schmackhaften Frucht?

Setzlinge Balkonpflanzen Samen

Freudig ist der, der die Samen zum Grünen bringt.

1. „Des Gärtners liebste Steckenpferde ist seine gute Komposterde“

Wichtig ist, gute Erde zu benutzen und solche, die die Nährstoffe enthält, die für die jeweilige Pflanze notwendig sind. Tomaten wünschen sich anderen Boden zum Wachsen als Geranien, denn sie brauchen viele Mineralien zum Fruchtaufbau. Für den Anfang kann aber spezielle feinkörnige, lockere Aufzuchterde für jegliche Art von Samen verwendet werden. Tipp: Wer tolle Erde zum Nulltarif möchte – und ein bisschen Vorlaufzeit mitbringt-, bewahrt den Biomüll auf dem Balkon in einer Kompostierkiste oder einem perforierten Plastikeimer auf. Am besten eignen sich Obst- und Gemüsereste, Eierschalen und Kaffeesatz, da sie schnell zerfallen!

2. Harte Samen immer erst einweichen und vorquellen lassen

Jeder kennt das aus dem Kindergarten von der Küchenkresse: die quillt so schnell, dass sie sogar auf dem Küchentuch wächst. Größere, härtere Samen in eine Dessertschüssel füllen, mit etwas Wasser bedecken und 24 Stunden an einen warmen Ort (Heizung) stellen. Noch besser: abgekühlten Kamillentee benutzen! Der beugt Schimmel und Keimlingskrankheiten vor.

3. Rein damit! Setzlinge nicht zu tief in die Erde stecken

Sprießen die Samen, werden sie mit mindestens 2 cm Abstand in Töpfe eingesetzt. So geht’s: Töpfchen bis knapp unter den Rand locker mit Erde füllen, auf der Tischplatte leicht aufklopfen, um Luftlöcher zu vermeiden und dann sanft festdrücken. Hat man eine Pinzette zur Hand, geht das Einsetzen einfach: einzelne Setzlinge in den Topf geben und nochmals mit Erde übersieben. So hat es das Pflänzchen nicht zu schwer, die Erdkruste zu durchstoßen und das Licht der Welt zu erblicken.

4. Gleichmäßig feucht halten

Vorsicht! Die Erde nicht zu nass halten, da die Keimlinge sonst überwässert werden und verschimmeln (Staunässe). Am besten mit einer Sprühflasche gießen. Eine Folienhaube oder ein Anzuchtgewächshaus halten die Luft feucht und der Treibhauseffekt unterstützt das Auskeimen. Die Raumtemperatur ist wichtig: 22-25°C sind optimal und die Pflänzchen werden sprießen! Außerdem ist zu beachten, ob die jeweilige Pflanze Sonne wünscht. Das geht aus der Beschreibung auf der Packung hervor.

5. Erst aussetzen, wenn die Wurzeln kräftig genug sind

Das ist bei den Keimlingen meistens bei einer Höhe von ca. 10 cm der Fall. Aber Achtung: Wobei einige Pflanzen sich gegenseitig ergänzen und sich bei der Abwehr von Keimen helfen (Knoblauch neben Möhren), mögen sich andere dagegen gar nicht und nehmen sich die Nährstoffe aus dem Boden weg. Deshalb zuvor „Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn“ in Erfahrung bringen!

Jetzt aber ran an die Balkonkästen und Beete! Gemüse von der Hand in den Mund macht Spaß und aus eigenem Anbau schmeckt‘s immer noch am besten. Probieren Sie es einfach aus, viel falsch machen kann man nicht, denn: „Der einzige Mist auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.“ (Theodor Heuss)

Bild:Shutterstock.com/Maljalen

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