Lu Jong: tibetisches Yoga

Jeder Kulturkreis hat seine eigene Entspannungsmethoden, wobei die östlichem Methoden immer wieder auch zu uns nach Westen kommen.

Ich hatte vorher auch noch nie etwas von Lu Jong gehört, dabei ist es eine sehr alte tibetische Bewegungslehre die auch im Westen zur Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt werden kann.

Älter als Yoga und Qi-Gong ist das tibetische Lu Jong (wörtlich: Schulung des Körpers) das älteste asiatische Bewegungssystem zur Gesunderhaltung von Körper und Geist. Durch die einzelnen Übungen werden die feinstofflichen Kanäle (tibetisch:“tsa“) gedrückt, gedehnt und entspannt. Dadurch werden die fünf Elemente gereinigt und die drei Körpersäfte ins Gleichgewicht gebracht.

Vor allem zum Stressabbau, bei Schlafstörungen, Rücken- und Verdauungsbeschwerden sowie bei depressiven Zuständen und zur Vorbeugung von Verspannungen im Bewegungsapparat könnten diese alten tibetischen Methoden helfen.

Lu Jong soll auf Meridiane, Reflexzonen, Organe und Körperteile wirken, negative Gefühle wie Hass und Gier beseitigen, Energien im Körper harmonisieren und die fünf Vitalorgane (Nieren, Herz, Leber, Lunge, Milz) stärken.

Aus tibetischer Sicht liegt die Ursache aller Krankheiten in einem Ungleichgewicht der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum. So kann es durch Gefühle wie Angst und Ärger oder durch Konkurrenzdruck und Überbelastung zu einem Anstieg des Elements Feuer kommen.

Auch die westliche Medizin kennt die Zusammenhänge von Geist und Körper. In zahlreichen Arbeiten wird etwa die Rolle von Stress bei der Entstehung von Herzerkrankungen oder Krebs aufgezeigt. Allerdings sind noch nicht genügend integrative Methoden entwickelt worden, um diese Erkenntnisse in die Praxis zu übertragen. Dazu könnte die tibetische Medizin tatsächlich einen wertvollen Beitrag leisten.

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