Machen Nasentropfen abhängig?

Herbstzeit ist Erkältungszeit. Egal ob zu Hause, im Büro oder beim Einkaufen – überall lauert Ansteckungsgefahr.



Hat die Erkältung erst einmal um sich gegriffen, können sich Betroffene vor wohlgemeinten Ratschlägen kaum noch retten.

Besonders beliebt: Bei Erkältungen kein Nasenspray benutzen, das mache abhängig.

Dass diese Aussage ein großer medizinischer Irrtum ist, darauf weist das HNOnet NRW, ein Zusammenschluss niedergelassener Hals-Nasen-Ohren-Ärzte in Nordrhein-Westfalen, hin.



Entgegen landläufiger Meinung machen abschwellende Nasentropfen, wie sie verschnupfte Menschen bei normalen Erkältungen benutzen, nämlich nicht abhängig.

„Schließlich ist es keine Sucht, wenn Betroffene ihrem Bedürfnis nach einer freien Nasenatmung nachkommen wollen“, sagt HNOnet-Mitglied Dr. Gerd Büscher. „Wer jedoch länger als eine Woche abschwellende Nasentropfen anwenden muss, sollte einen HNO-Arzt aufsuchen. Dies ist ein Zeichen von krankhaften Veränderungen im Inneren der Nase.“

Durch eine einfache Endoskopie stellen Mediziner dann oft in wenigen Minuten die Ursache fest. So kommen akute oder chronische Nasennebenhöhlenentzündungen, Scheidewandverbiegungen, Polypen in Nasenrachen oder Nasennebenhöhlen als Grund in Frage.

Auch unentdeckte Allergien, die durchaus das ganze Jahr über auftreten können, oder innenliegende Warzen behindern oftmals die freie Nasenatmung.

Weitere Tipps und eine Liste mit HNO-Ärzten unter www.hnonet-nrw.de
Bild: aboutpixel.de – Uwe Dreßler



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