Männer und Jeans – eine Liebesgeschichte

Als Männer noch wagemutig den Westen eroberten, sich durch die Prärie schlugen und neues Land besiedelten, brauchten sie sowohl für das stundenlange Reiten auf ihren Pferden als auch für das anstrengende Goldschürfen eine stabile, langlebige und robuste Hose. Der Händler Levi Strauss hatte eine Vielzahl von Waren des täglichen Bedarfs in seinem Sortiment. Seine Duck Pants aus Segeltuch fanden in San Francisco nicht den erwarteten Absatz, doch das sollte nicht der letzte Versuch mit Hosen gewesen sein, wie wir heute wissen. Die Kooperation mit dem Schneider Jacob Davis brachte den Durchbruch. Dieser hatte die Idee, die Nähe von Hosen mit Nieten zu verstärken und ihnen dadurch mehr Stabilität zu verleihen, doch es fehlte das nötige Kleingeld für ein Patent.



Das Must-have in jedem Kleiderschrank: die Jeans

Jeans Denim | © panthermedia.net /eranicle

Jeans Denim | © panthermedia.net /eranicle

Wie es mit der Jeanshose weiterging? Das könnt ihr bei dieser bekannten Infoseite nachlesen. Die praktischen Arbeitshosen verbreiteten sich in einer rasanten Geschwindigkeit bis nach Nordamerika und waren bei hart arbeitenden Männern besonders beliebt. Ob Cowboy oder Farmer, Eisenbahnangestellter oder Handwerker, diese Männer konnten sich mit einer Hose identifizieren, die einfach alles mitmachte. Und so ist es auch heute noch – welche Hose ziehen wir an, wenn wir in die Garage zum Schrauben gehen oder im Garten umgraben? Richtig, eine Jeans, denn die halten nicht nur super, sie sehen auch mit Arbeitsspuren immer noch gut aus.

Es dauerte nicht lange, bis passend zu den Jeanshosen auch Hemden und Jacken entworfen wurden und ihren Siegeszug antraten, der bis heute noch nicht beendet ist. Allerdings ist die Kleidung aus der ursprünglich mit Indigo gefärbten Baumwolle heute viel mehr als eine Arbeitshose, sie prägt unser ganzes Leben und begleitet uns von Kindesbeinen an.

Die Jeans schreibt Geschichte
Schon wenige Jahrzehnte nach ihrer Erfindung avancierte sie zur begehrten Freizeithose für die reichen Leute, die sich „Cowboyferien“ auf Ranches im Westen der USA leisten konnten. Im zweiten Weltkrieg waren Jens schwer zu bekommen, denn sie waren ein Teil der Armeeuniform für Reparatursoldaten und unterlagen einer Limitierung. Sobald diese aufgehoben wurde, überschwemmten die überzähligen Jeans aus Armeebeständen den Markt und waren besonders bei jungen Rebellen beliebt. In den 1960er und 70er Jahren wurden sie zur beliebten Kluft von Rockern und anderen Gangs. Gleichzeitig wurden bei den Hippies die Schlagjeans immer beliebter und auch ältere Personen begannen, Jeans zu tragen. Die Kulthose wurde zu einem Alltagsobjekt, das von den verschiedensten Labeln auf den Markt gebracht wurde.

Stylisch in Jeans – so geht es

Mann Jeans Look | © panthermedia.net /feedough

Mann Jeans Look | © panthermedia.net /feedough

Das Tragen von Jeans ist auch heute bei den meisten Männern an der Tagesordnung und selbst mancher Banker schlüpft nach einem erfolgreichen Arbeitstag im Anzug in seine geliebten Beinkleider aus Denim und genießt das Leben. Wenn ihr euch eine neue Jeans kauft, dann solltet ihr jedoch einiges beachten, damit sie wirklich gut aussieht.



Ermittelt mithilfe eines Maßbandes, welche Größe ihr aktuell tragt und erkundigt euch bei der Verkäuferin im Laden, wie die einzelnen Modelle ausfallen. Kauft eure Hosen unbedingt in der richtigen Größe und achtet darauf, dass sie wirklich gut sitzen. Das gilt besonders für den Hintern und die Länge der Hose. Sie sollte nur minimal auf den Schuhen aufstoßen und keinesfalls zu lang oder zu kurz sein. Wenn es unbedingt eine bestimmte Hose sein soll, die durch zu lange Beine droht auszuscheiden, bringt sie zur Schneiderin und lasst sie einfach kürzen. Diesen Service bieten manche Kaufhäuser sogar vor Ort an.

Aktuelle Jeans-Trends

Bluejeans Hosen | © panthermedia.net /belchonock

Bluejeans Hosen | © panthermedia.net /belchonock

  • Momentan sind die weiten Baggy Pants wieder auf dem Vormarsch, die allerdings nicht mehr auf der Hüfte, sondern deutlich höher getragen werden. Probiert ein solches Modell an und entscheidet dann, ob ihr diesem Trend folgen wollt oder nicht. Lockere Jeans solltet ihr am besten mit eng sitzenden Oberteilen kombinieren, damit euer Look insgesamt nicht zu unförmig wirkt.
  • Bei den Farben ist Raw Denim im Kommen, das die hellen Waschungen ablöst. Das ist gut für kräftige Männer, denn die dunklen Hosen verschlanken optisch. Zudem lassen sie auch mit einem Hemd und Jacket kombinieren und so als bequemer Business Causal Look einsetzen. Wenn ihr mehr über die aktuellen Modetrends wissen wollt, schaut bei diesem beliebten Männermagazin nach und lasst euch inspirieren.
  • Eure Lieblingshose könnt ihr übrigens mit allen Schuhen tragen – ob bequeme Sneaker, weiche Loafer oder Boots, die Wirkung eures Outfits hängt ganz von der Kombination seiner verschiedenen Bestandteile ab, wobei sich Jeans als wandlungsfähige Allrounder immer wieder bewähren.

Unser Fazit: Die Zukunft von Jeans

Wir prophezeien der am häufigsten getragenen Hose der Welt eine großartige Zukunft und sind uns sicher, dass sie von keinem anderen Kleidungsstück bei der Beliebtheit überholt werden kann. Keine andere Hose bietet diese einmalige Kombination aus praktischen Eigenschaften wie Tragekomfort, Stabilität und einer überzeugenden Optik. Natürlich gibt es einige Berufe, in denen Jeans entweder tabu sind oder die eine noch speziellere Berufskleidung brauchen, doch die Kombination aus Arbeitskleidung und Freizeitkleidung ist einmalig.

Jeans werden sich dabei nicht wesentlich ändern. Auch wenn es in den letzten Jahren einige Neuerungen gab, die hauptsächlich die Frauenwelt betrafen, wie die Erfindung von Skinny Jeans durch einen hohen Stretchanteil, sind und bleiben Jeans immer sie selbst. Und genau diese Beständigkeit ist es, die wir Männer so lieben. Jeans sind wie ein guter Kumpel, mit dem man Pferde stehlen und danach feiern gehen kann.


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