Männer wollen ihre Muskeln spielen lassen

Warum treiben wir Sport? Diese Fragen werden Männer wahrscheinlich anders beantworten als Frauen, denn laut Thomas Altgeld, Mitglied des beratenden Arbeitskreises „Männergesundheit“, wollen sich Männer beim Sport vor allem auspowern und an ihre Grenzen stoßen, während Frauen lieber auf sanfte Art fit werden wollen. Dabei sind auch die favorisierten Sportarten der Herren anders als die der Damen, die lieber in netter Gesellschaft ihre Gesundheit pflegen wollen.

Männer lassen beim Sport eher die Muskeln spielen, während Frauen lieber in netter Gesellschaft fit werden wollen.

Männer lassen beim Sport eher die Muskeln spielen, während Frauen lieber in netter Gesellschaft fit werden wollen.

Männer brauchen die Herausforderung

Frauen gehen zum Pilates-Kurs und Männer machen Langstreckenläufe oder betreiben intensives  Muskeltraining. Das klingt nach Klischee, geht aber laut dem Psychologen Thomas Altgeld aus mehreren Studien hervor. Der Grund für das unterschiedliche Interesse an bestimmten Sportarten: Frauen wollen durch Sport vor allem ihre Gesundheit stärken und in netter Gesellschaft fit werden, Männer wollen dagegen an ihre Grenzen gehen und brauchen Herausforderungen.  Das liegt zu einem Teil auch in der Biologie begründet. Denn laut Ulrike Korsten-Reck, Professorin an der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg, werden die Männer in ihrem Sportverhalten vor allem vom Testosteron beeinflusst. Das Hormon führt ab der Pubertät dazu, dass Männer mehr Muskelmasse aufbauen und diese Kraft auch anwenden möchten. So besteht der Körper eines normalgewichtigen Mannes zu rund 40 Prozent aus Muskelmasse, der einer Frau nur zu 30 Prozent. Auch haben Männer meistens ein größeres Interesse an spezieller Sport-Nahrung (mehr Informationen dazu gibt es auch bei muskelfarm.de) und sind somit zielorientierter, was das Training angeht. Teilweise kann auch eine gewisse Muskelsucht das Sportverhalten der Männer beeinflussen, da besonders in den Medien definierte Muskeln als ideales Körperbild für den Mann gesehen werden. Frauen verfügen zwar meistens nicht über stark ausgeprägte Muskeln, dafür haben sie oft ein besseres Körpergefühl, was die eher weiblich dominierten Sportarten, wie Gymnastik oder Yoga, für Frauen interessanter und leichter zu meistern macht.

 

Mal was anders ausprobieren

Nur ein Klischee scheint das Interesse an verschiedenen Sportarten bei Männern und Frauen also nicht zu sein. Trotzdem lohnt es sich den Horizont zu erweitern und auch einmal Sportarten auszuprobieren, die als klassisch weiblich verschrien sind. Bei Wasser-Aerobic, Pilates oder Yoga können Männer vor allem die kleinen Muskelgruppen gezielt trainieren, Koordination schulen und die Beweglichkeit verbessern. Gerade alle unter Ihnen, die zum Beispiel jeden Tag lange Zeit im Büro sitzen oder Probleme mit dem Rücken haben, profitieren von den eher sanften „Gesundheits-Sportarten“. Auch ist es nicht schlecht mal einen Gang zurück zu schalten und nicht immer bis an die Grenzen zu gehen. Dann macht das männliche Krafttraining am nächsten Tag umso mehr Spaß.
Bild: Martin Novak /shutterstock.com

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