Ein Mann, ein Auto: eine leidenschaftliche Beziehung

Kein seltenes filmisches Motiv ist der Mann in seinem Oldtimer oder auch der Mann, wie er an seinem Auto rum schraubt. Männer und Autos scheinen zusammen zu gehören wie Weihnachten und Schnee. Doch auch die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts ist geprägt durch Autos. Jährlich zieht die IAA hunderttausende Besucher an. Doch was macht eigentlich den Reiz von Autos aus?

Oldtimer erregen in manch einem leidenschaftliche Gefühle...

Oldtimer erregen in manch einem leidenschaftliche Gefühle…

Die drei Leben eines Autos

Grob lässt sich die Leidenschaft für Automobile in zwei Bereiche unterteilen: besonders schnelle Autos – also Rennsport – und besonders schöne Autos – also Designklassiker. Zusätzlich werden manchen Wägen auch als Prominenz- oder Staatskarossen berühmt. Letzterem Thema widmete sich vor einigen Jahren gar eine ganze Ausstellung in Wien. Daneben reihen sich traurige Bilder, wie Kennedys letzte Amtsfahrt oder aber auch das Bild des Mercedes 300 C in der Langversion von Konrad Adenauer. Und freilich wird wohl auch jeder den Papst mit seinem Papamobil verbinden.

Manch ein Auto braucht auch erst ein paar Jahrzehnte, bis es endlich die Zuwendung erfährt, die es verdient. So war der Porsche 914 in seiner Jugend ein echtes Mobbingopfer: Die Frontstoßstange sei zu groß und als VoPo wurde er beschimpft. Nur etwa 120 000 Fahrzeuge wurden damals verkauft. Heute ist der Porsche 914 aber zum echten Oldtimer-Liebling mutiert.

Leidenschaft Oldtimer

Besonders ältere Autos haben es Männern oft angetan. Sie werden mit viel Liebe gehegt und gepflegt und kommen nur zu besonderen Anlässen vor die Tür, um sie zu schützen. Manch ein Autoliebhaber sorgt sich gar so sehr vor Unfällen, dass das Auto nur als Bastelobjekt dient. Andere fahren ihre Oldtimer stilecht mit auf Maß von Hand genähten Fahrerhandschuhen aus Peccary-Leder und Aviator Brille. Für manche gehört der Ausflug im Youngtimer zum Sonntag wie der Kirchgang. Oft eint die Autoliebhaber eine nostalgische Neigung: Kindheitserinnerungen werden wach und bestimmte Autos mit Lebensabschnitten verbunden. Das Schrauben am Auto dagegen wirkt auf manch einen fast meditativ und dient der Entspannung.

Wenn die Liebe zu weit geht…

Doch bei manchen Männern scheint die Liebe zum Auto komische Früchte zu tragen. So hat etwa der Engländer Chris Donald nicht nur Sex mit Autos, sondern sogar ein Buch darüber geschrieben. Ursprung seiner eigenwilligen Leidenschaft hat dabei ulkigerweise auch noch David Hasselhoff. Denn er und sein Kit aus Knight Rider brachten Donald auf die Idee, dass auch Autos eine menschliche Seite hätten. Übrigens keine gute Idee ist laut Donald der Sex mit einem heißen Auspuff! Dann doch lieber entspannte Sonntagsfahrten im Oldtimer.

Bild: Simon Laprida

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.