Mehr als nur ein Schneidewerkzeug

Für die allermeisten da draußen sind Messer nur nützliche Schneidewerkzeuge in der Küche. Man hat eines für Brot, für Fleisch, eines, um hartes Gemüse zu schneiden und dutzende Essmesser. Für manche sind Messer aber auch eine Leidenschaft und sie sammeln diese wie andere tote Schmetterlinge oder Briefmarken. Dass eine gewisse Faszination von Messern ausgeht, sieht man aber auch am bunten Sortiment von Taschen- und Schneidemessern. Manch eines dieser Geräte würde aus jedem von uns einen MacGyver machen.

Ein Messer - dutzende Funktionen!

Ein Messer – dutzende Funktionen!

Ein Messer – 141 Funktionen

Das sicherlich weltweit bekannteste Messer kommt wie so viel anderes Gute aus der Schweiz: Das Schweizer Taschenmesser gibt es als Sammlerstück dank 81 Einzelwerkzeuge sogar mit 141 Funktionen. Mit diesem Taschenmesser – dem Wenger Giant Knife 2007 – wurde sogar Weltrekord geschrieben. Man bekommt es online ab etwa 800 Euro (Stand 21.01.14). Selbst bei der NASA schickt man Astronauten nicht ohne ein Schweizer Taschenmesser ins Weltall – dafür gibt es das Master Craftsman (Quelle). Neben Zange und Säge verfügt es auch über einen kleinen Haken. Und freilich konnte auch MacGyver viele seiner Missionen nicht ohne Schweizer Messer absolvieren – wir bräuchten dazu sicherlich die Giant Knife Version!

Eine Alternative zur alpinen Version ist für viele auch der Leatherman, der vor allem dank seiner Greifzange und Schneidefunktion bekannt wurde. Mittlerweile gibt es ihn auch mit unterschiedlichen Schraubenzieheraufsätzen oder Flaschenöffner. In der Schweiz hingegen hat man stets versucht, auch modernen Ansprüchen gerecht zu werden und Laserpointer oder USB-Sticks integriert. Mit dem Victorinox Swissbeat wurde das Taschenmesser sogar mit einem MP3-Player kombiniert.

Berühmtes Messer aus Sachsen

Aber auch in Deutschland gibt es „berühmte“ Messer – etwa das Große Dresdner Stollenmesser. Das Original lies einst August der Starke anfertigen. Es hatte eine Länge von 1,6 Metern und diente dazu einen gigantischen Christstollen anzuschneiden. Zwar ging es 1919 in Staatsbesitz über, wurde dann aber 1924 wieder dem Fürstenhaus Wettin zugesprochen – seit dem Ende der Nazizeit gilt es leider als verschollen, ähnlich dem Bernsteinzimmer. Heute können Sammler Nachbildungen kaufen, die allerdings freilich kleiner ausfallen. Koch & Bergfeld bieten eine Version mit 35cm-Klinge für 350 Euro an. Geworben wird damit, dass man damit Stollen schneiden und krümelfrei servieren könne. Das hätte sicherlich auch MacGyver gekonnt – mit bloßen Händen.

Bild: imagedb.com, shutterstock.com

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