Zu den Anti-Aging-Hormonen gehört das Melatonin, das in der Zirbeldrüse produziert wird und den menschlichen Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Die körpereigene Produktion lässt im Alter nach, was unter anderem zu Schlafstörungen führen kann. Die Hypothese, dass Melatonin einen Anti-Aging-Effekt beim Menschen zeigen könnte, gehen zum einen auf die Schweizer Forscher Maestroni und Pierpaoli zurück, andererseits auf den US-amerikanischen Forscher Russell J. Reiter.
In den USA gelten Melatoninpräparate als „Wundermittel“ und sind frei im Handel erhältlich, in Deutschland sind sie wegen des Fehlens des Unbedenklichkeitsnachweises nicht zugelassen. Der wissenschaftliche Nachweis, dass Melatonin tatsächlich das Altern verzögert, fehlt bislang, ebenso Langzeitstudien zu möglichen Nebenwirkungen.
Die Mittel werden in den USA stark beworben, und es werden ihnen unterschiedlichste – teilweise sehr fragwürdige – Heilwirkungen zugeschrieben:
- Stopp bzw. Verlangsamung des Alterns
- Abfangen freier Radikale
- Bekämpfen oder Vorbeugen von Krebs
- Vermeidung von Arteriosklerose, Schlaganfällen, Herzinfarkten
- Prophylaxe der Migräne
- Anregung des Haarwuchses.
Kurze Zeit eingenommen, wie bei Jetlag, gilt Melatonin inzwischen als sicher. Die Risiken bei Langzeiteinnahme sind aber noch kaum untersucht. Über Nebenwirkungen können nur Vermutungen angestellt werden. Da der Körper das Melatonin von außen zugeführt bekommt, stellt er eventuell die eigene Produktion ein. Hinzu kommt, daß es bisher keine streng geprüften Arzneimittel gibt, sondern nur kaum kontrollierte Nahrungsergänzungsmittel.
Man muss also noch weitere Studien abwarten und noch etliche Jahre vergehn lassen, bis exakte wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen.
Related posts:
In 10 Schritten
Top 10: Das finden
Top 10: Die besten

Melatonin ist das Aging-Hormon, nicht das Anti-Aging-Hormon.