Migräne Gen identifiziert

Migräne gehört zu den weltweit verbreitetsten Schmerzerkrankungen.

Allein in Europa sind etwa jeder zwölfte Mann und jede sechste Frau von den Schmerzattacken betroffen. Jetzt ist Forschend in einer weltweiten Vergleichsstudie gelungen, eine genetische Basis für die Migräne zu identifizieren.

In einer weltweiten Vergleichsstudie konnten Forscher jetzt ermitteln, dass eine DNA Variante auf dem Chromosom 8 einen entschiedenen Einfluss darauf hat, ob ein Mensch im Laufe seines Lebens unter Migräne leiden wird oder nicht.

Die Genmutation auf dem Chromosom 8 kann demnach verhindern, dass überschüssiges Glutamat aus den Synapsen des Gehirns abtransportiert wird. Zuviel Glutamat in den Synapsen könnte demnach eine Migräneattacke hervorrufen.

Migräne tritt meist zum ersten Mal in der Pubertät auf, am stärksten betroffen von der Erkrankung sind allerdings Erwachsene mittleren Alters. Schon lange wurde nach den Ursachen der Schmerzerkrankung gesucht, wobei schon früh genetische Ursachen vermutet wurden.

Nachgewiesen waren konkrete genetische Faktoren allerdings bisher nur für seltene Formen der Migräne. In einer weltweiten, groß angelegten Studie konnten Forscher jetzt auch für die „normale“ Migräne zu dem Ergebnis kommen, dass genetische Ursachen eine große Rolle bei der Entstehung der Schmerzerkrankung spielen.

Dazu verglichen die Forscher die Genome von mehr als 3.000 von Migräne geplagten Patienten aus Deutschland, Finnland und den Niederlanden mit denen von mehr als 10.000 nicht unter Migräne leidenden Menschen.

Zur Absicherung ihrer Ergebnisse wiederholten die Forscher die Untersuchung mit einer zweiten Gruppe, bestehend aus 3.000 Migränegeplagten und 50.000 gesunden Menschen. In beiden Testreihen konnten die Forscher feststellen, dass Migränepatienten auffallend häufig eine bestimmte DNA Abfolge auf dem Chromosom 8 aufwiesen.

Weitere Studien sollen nun Gewissheit bringen und das erste Ergebnis erhärten. Sollte eben diese genetische Besonderheit bei allen, auch von schwachen Formen der Migräne betroffenen Patienten, bestätigen, so wäre dies ein möglicher neuer Ansatzpunkt für eine Migränetherapie.

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