Mit dem Deo zu mehr Männlichkeit – geht das?

Schweiß stinkt nicht – genau genommen ist der menschliche Schweiß sogar geruchlos. Erst die Bakterien auf der Haut, die den Schweiß zersetzen, produzieren Sekrete, die riechen. Da Körpergerüche essentiell dazu beitragen, ob wir gemocht werden oder nicht, wollen Menschen schon seit Jahrhunderten gut riechen. Früher Parfümierte man sich so stark, dass der Geruch überdeckt wurde. Dann fand man heraus, dass man die Bakterienbildung verringern muss, um die Geruchsbildung zu hemmen. Mittlerweile können wir Verbraucher zwischen zig Deodorants wählen.

Wider den Bakterien

Rollen, sprühen oder cremen - die Meisten nutzen tendenziell zu viel Deo beim Auftragen.

Zentraler Bestandteil moderner Deodorants sind die Antitranspirante. Das sind Inhaltstoffe, die dafür sorgen, dass die körpereigenen Schweißdrüsen weniger Schweiß produzieren, in dem die Poren verengt oder gar verstopft werden. So können die Bakterien weniger zersetzen und produzieren dementsprechend weniger „stinkendes Sekret“. Gleichzeitig enthalten Deos meist noch antimikrobielle Stoffe, die die Bakteriendichte verringern sollen. Moderne Deos versprechen gar über mehrere Tage hinweg wirksam zu sein. Die meisten Menschen nutzen jedoch täglich ein bis zweimal ein Deodorant. Männer mit einer normalen Schweißproduktion sind so vollkommen ausreichend vor Körpergeruch geschützt. Dennoch können sie heute aus über 70 Produkten auswählen, die alle versprechen, einmalig in Wirkung und Leistung zu sein.

Zusätzlich gut riechen

Wer sich schon einmal durch verschiedene Deodorants durchgetestet hat, der wird schnell feststellen, dass die Unterschiede relativ gering sind. Es gibt Sprays, Zerstäuber, Roll-On’s oder Puder – je nach eigenem Belieben. Bilden sich nach dem Auftragen Flecken, dann hat man es meist nicht richtig einziehen lassen. Zusätzlich sind Deos heute auch mit Duftstoffen versehen – sie helfen nicht nur, die Geruchsbildung zu vermindern, sondern wirken als Art leichtes Parfum. Gerade Männerdeos riechen oft sehr stark und sollen Männlichkeit vermitteln. Sie implizieren, dass die richtigen Deos für richtige Männer unwiderstehlich gegenüber Frauen machen sollen. Das kann sogar zutreffen sein – trifft man die richtige Note. Denn Frauen stehen auf gutriechende Männer. Denn meist entscheidet schon in den ersten Sekunden beim Kennenlernen die Nase darüber, ob man den Anderen „riechen kann“. Wer stinkt hat hier ganz schlechte Karten.

Das richtige Deo finden

Gerade als Mann kann man daher in erster Linie nach Duftnote auswählen – was schmeckt, kann gekauft werden. Wer allerdings auch täglich Parfum tragen will, sollte lieber auf ein neutrales Deo zurückgreifen. Brennt es beim Auftragen in der Achselhöhle, sind eher „sensitive“ Versionen zu empfehlen oder direkt Creme-Deos. Das liegt dann meist am Alkoholgehalt, der sich vor allem bei rasierten Achseln bemerkbar macht. Kommt man mit einem klassischen Deo nicht gegen Achselweiß an, dann sollte man zum Arzt gehen – eventuell kann man hier mit einem starkAluminiumchlorid-haltigen Antitranspirant Abhilfe schaffen. Da jeder Mensch unterschiedlich stark schwitzt und auch die Bakteriendichte variiert, kann man keine pauschalisierten Deo-Empfehlungen aussprechen. Meist geht hier Studieren über Probieren.

Bild: photomak, shutterstock.com

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