Mit WM-Tröten jubeln – aber richtig!

Uso_WalterHNO-Ärzte weisen auf mögliche Gehörschäden hin

Jeder Fußballfan wartet auf den Startschuss zur Weltmeisterschaft in Südafrika. Dann heißt es wieder: Public Viewing, lautstarkes Anfeuern, Jubeln und Feiern bei jedem Tor. Dabei liegen in diesem Jahr große WM-Tröten voll im Trend.

Vuvuzuelas erzeugen bei entsprechender Nutzung einen Schalldruck von 130 Dezibel Lautstärke, vergleichbar mit einem startenden Düsenjet. Genau richtig, um sein Team beim Zug zum Tor zu unterstützen. Aber Vorsicht: unsachgemäßer Einsatz hinterlässt Schäden am Gehör. Darauf weist das HNOnet NRW hin, ein Zusammenschluss niedergelassener HNO-Ärzte aus Nordrhein-Westfalen.

Aktuelle Studienergebnisse zur Hörfähigkeit von Fußballfans nach Spielen und zu Auswirkungen der großen Tröten lassen  aufhorchen. Vuvuzuelas führen bei falscher Anwendung zu einer dauerhaften Abnahme der Hörfähigkeit. 1:0 für die Hörgesundheit heißt es, wenn freudetrunkene Anhänger das Blasinstrument richtig einsetzen.

„Niemand sollte einem nahestehenden Fan mit einer Vuvuzuela direkt in die Ohren tröten“, weiß Dr. Uso Walter, Vorstandsvorsitzender vom HNOnet NRW. Ansonsten führt die ausufernde Freude über den lang ersehnten Führungstreffer zu einem akustischen Trauma, vergleichbar mit einem Hörsturz.

„Besonders empfindlich reagieren Menschen, die bereits eine Schädigung des Gehörs aufweisen“, sagt Dr. Walter. Junge, gesunde Fans erholen sich schneller von der Lärmentwicklung als ältere Menschen, die bereits unter Altersschwerhörigkeit leiden. Bei großem zu erwartenden „Ansturm“ auf das Gehör: Ohrenstöpsel verwenden.

Wenn es doch zu länger anhaltenden Geräuschen, wie Piepen oder Taubheitsgefühlen kommt, am nächsten Tag einen Arzt aufsuchen. Wer diese Regeln beachtet, dem steht einem erneuten Sommermärchen ohne negative akustische Langzeitfolgen nichts mehr im Wege. Weitere Informationen und eine Liste von HNO-Ärzten unter www.hnonet-nrw.de

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