EMS-Training im Fitness-Studio | © panthermedia.net / pyotr021

Muskelaufbau aus der Steckdose – Steigerung der Fitness durch EMS

Joggen, Radfahren, Krafttraining – das, was die meisten Menschen normalerweise als Fitness bezeichnen, ist in der Regel sehr zeitaufwändig und Bedarf auch ein hohes Maß an Ausdauer, Disziplin und Regelmäßigkeit, bis der gewünschte Erfolg eintritt. Kein Wunder, dass Training mit EMS mittlerweile in aller Munde ist – denn das Training durch Elektromuskelstimulation soll eine neue Methode sein, um Kalorien zu verbrennen und Muskeln aufzubauen. Doch wie funktioniert EMS-Training eigentlich und für wen ist es geeignet? Wie haben hier ein paar wissenswerte Informationen für euch zusammengestellt.

Was ist EMS-Training?

Bekannt ist EMS-Training schon seit längerer Zeit in der Physiotherapie. Hier wird die elektrische Muskelstimulation sehr erfolgreich bei Reha-Maßnahmen eingesetzt – beispielsweise um Muskeln nach Verletzungen wieder aufzubauen. Hierfür werden Elektroden auf den entsprechenden Hautstellen angebracht, um gezielt Muskeln mit Hilfe von Reizstrom zu stimulieren. Dass EMS also dazu nützlich ist Muskelmasse wieder aufzubauen und eine geeignete Reha-Maßnahme ist, steht außer Frage.

EMS-Training – der neue Trend in den Fitness-Studios

Mittlerweile bieten immer mehr Fitness-Studios EMS-Training an, das wesentlich effektiver sein soll, als normaler Sport. In diesem Fall sind die Elektroden in einer speziellen Funktionskleidung eingearbeitet, über die die gewünschten Muskeln gezielt angesteuert werden können. Verbunden werden die Reizstromimpulse mit speziellen Übungen unter Anleitung eines Trainers, der gleichzeitig die Strompulse reguliert.

In der Regel dauert so eine Trainingseinheit 20 Minuten und soll um ein Vielfaches effektiver sein, als normale Fitness-Übungen – ein bis zwei Einheiten pro Woche reichen aus diesem Grund aus und sollten nicht überschritten werden, da das Training den Körper stark beansprucht.

EMS-Training für zu Hause – einfach und effektiv

EMS-Training zu Hause | © panthermedia.net / Andriy Popov

EMS-Training zu Hause | © panthermedia.net / Andriy Popov

 

Neben den Möglichkeiten, EMS-Training als Maßnahme in der Physiotherapie anzuwenden sowie zum gezielten Muskelaufbau, gibt es auch Anwendungsbereiche für zu Hause. Das kann mit einem eigenen EMS-Gerät oder TENS-EMS-Kombigerät stattfinden, das zum Beispiel sehr gut dafür eingesetzt werden kann, um physiotherapeutische Übungen zu Hause fortzuführen und zu ergänzen. Auf unserer verlinkten Fachseite findet ihr dazu noch viele weitere nützliche Informationen zur Anwendung und den Einsatzgebieten.

Spezielle TENS-EMS-Kombigeräte haben den Vorteil, dass die über voreingestellte Programme verfügen, die sowohl für die Schmerztherapie als auch für den Muskelaufbau eingesetzt werden können. TENS steht hierbei für Transkutane elektrische Nervenstimulation, EMS für Elektrische Muskelstimulation.

Während EMS also vorwiegend für die Stärkung der Muskeln eingesetzt wird, kommt TENS bei Schmerzsyndromen wie zum Beispiel chronischen Kopfschmerzen, Migräne, Gelenkbeschwerden und Sportverletzungen oder auch Nervenschmerzen als Schmerzminderung zum Einsatz. Wichtig bei der privaten Anwendung zu Hause ist allerdings, dass der Trainingsplan zusammen mit einem behandelnden Therapeuten oder einem geschulten Trainer ausgearbeitet wird.

Beckenbodentraining mit EMS – zur Vorbeugung von Inkontinenz und Steigerung der Potenz

Gesteigerte Potenz fuer ein erfuelltes Liebesleben | © panthermedia.net / grinvalds

Gesteigerte Potenz fuer ein erfuelltes Liebesleben | © panthermedia.net / grinvalds

 

Weitere Einsatzgebiete von EMS-Geräten oder auch TENS-EMS-Kombigeräten sind neben dem Kraft- und Muskelaufbau und die Schmerzminderung auch die Behandlung von Inkontinenz und die Stärkung des Beckenboden des Mannes durch gezieltes Beckenbodentraining – das hat den zusätzlichen Nebeneffekt, dass Erektionsstörungen behandelt und vorgebeugt sowie die Potenz gesteigert werden kann.

Denn regelmäßiges Beckenbodentraining führt zu härteren Erektionen, mehr Durchhaltevermögen und eine Verzögerung der Ejakulation – und damit auch zu einem erfüllterem Liebesleben. Zusätzlich ist der Beckenboden des Mannes wichtig für die Prostata und den Enddarm – erschlaffen die Schließmuskeln, kann das zu Inkontinenz führen. Mit EMS lassen sich gerade diese Muskeln und der Beckenboden auf einfache Art regelmäßig trainieren und beugt somit Potenzstörungen ebenso vor, wie Inkontinenz.

Fazit

EMS-Training kann unter fachgerechter Anleitung sehr effektiv für den Aufbau von Muskeln und einer guten Fettverbrennung eingesetzt werden. Was allerdings nicht durch EMS trainiert werden kann, ist die Kondition sowie die Koordination, wie man es von den herkömmlichen Fitnessarten kennt.

Gerade für Menschen, die nicht immer die Zeit für ein ausgiebiges Training haben, ist EMS eine gute Möglichkeit, die Muskeln aufzubauen und auch den Kalorienverbrauch zu unterstützen. Gestärkt werden können auf diese Weise sehr gut die Rücken- und Bauchmuskulatur und auch der Beckenboden des Mannes. So stellt EMS – ganz gleich, ob im Fitness-Studio oder mit dem eigenen Gerät zu Hause – eine effektive Möglichkeit dar, sich gleichzeitig fit und gesund zu halten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.